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Zu viele Gütesiegel bewirken Griff zu Billigangeboten

Die Auswirkungen des Güte- und Markenzeichendschungels brachte Marketing-Expertin Claudia Brandstätter beim gestrigen Bauerntag auf der Herbstmesse auf den Punkt: Die vielen Zeichen verwirren, klares Entscheidungskriterium ist dann der Preis.
Marketing-Expertin Claudia Brandstätter über die Auswirkungen des Gütesiegel-Dschungels beim Bauerntag auf der Grazer Herbstmesse. © lk/musch
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Marketing-Expertin Claudia Brandstätter über die Auswirkungen des Gütesiegel-Dschungels beim Bauerntag auf der Grazer Herbstmesse. © lk/musch
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Marketing-Expertin Claudia Brandstätter über die Auswirkungen des Gütesiegel-Dschungels beim Bauerntag auf der Grazer Herbstmesse. © lk/musch
Marketing-Expertin Claudia Brandstätter über die Auswirkungen des Gütesiegel-Dschungels beim Bauerntag auf der Grazer Herbstmesse. © lk/musch
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Mit drei bis fünf Gütesiegeln könne der Konsument durchaus umgehen. Diese würden dann auch ihr eigentliches Ziel erreichen: Orientierung zu schaffen. Eigentlich gibt es in Österreich abgesehen von den geschützten Herkunftsbezeichnungen, wie "Steirisches Kürbiskernöl ggA" oder "Steirischer Krenn ggA" auch nur vier offiziell anerkannte Gütesiegel, wie Martin Gressl von der AMA Marketing GmbH erklärte.

Preis als einziges Kriterium

Die Unruhestifter seien die vielen Markenzeichen, die dem Konsumenten den Anschein eines Gütesiegels vermitteln. Und verwirrte Menschen würden dann eben zu Billigangeboten greifen, wie Marketing-Expertin Claudia Brandstätter unmissverständlich festhielt. Der Preis sei dann nämlich das einzige, was einen klaren Vergleich ermögliche.

Fünf einheitliche Zeichen

Die AMA Marketing GmbH will diese Verwirrung künftig verhindern: Rund ums Essen und Trinken - egal ob zuhause oder auswärts - sollen fünf Zeichen dafür sorgen, dass beim Konsumenten endlich Klarheit herrscht. Zwei Zeichen für den Supermarkt (AMA-Gütezeichen und AMA-Bio-Siegel), eines für den Außer-Haus-Konsum ("Gastro-Siegel"), für den Ab-Hof-Verkauf ("Gutes vom Bauernhof") und eines für kleinere Manufakturen ("Gutes aus Meisterhand").

Kein Gentechnikfrei-Siegel

Diese Zeichen sollen Sicherheit und Klarheit in drei wichtigen Bereichen schaffen: garantierte Herkunft, höhere Qualität und externe/unabhängige Kontrollen. Weitere Merkmale - etwa Gentechnikfreiheit - können als nähere Angaben unter den einheitlichen Siegeln angeführt werden. Eigene Siegel für Gentechnikfreiheit seien nicht notwendig.
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01.10.2010
Autor:Cornelia Kröpfl
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