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Wlodkowski: Milchstreik löst keine Probleme

Im Schulterschluss mit der offiziellen Agrarpolitik der größten europäischen Milchländer wie Frankreich und Deutschland setzt Österreich die EU-Kommission massiv unter Druck.
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Milchstreiks und Boykotts bringen nichts. "Ich bin sehr besorgt über die dramatische Milchmarktlage und die Ängste der Milchbäuerinnen und Milchbauern. Der Milchpreis ist am Boden, die Bauern können nicht mehr kostendeckend produzieren", schildert Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski die dramatische Lage auf dem Milchmarkt. Und weiter: Von einem Milchlieferstreik oder einem Straßenboykott halte ich nichts, weil die Bauern ihr Milchgeld und die heimischen Molkereien - die den Bauern um 5 Cent mehr zahlen als die deutschen Molkereien - Marktanteile verlieren. Ein Lieferstreik bringt ferner auch deshalb nichts, weil die EU-Lager voll und somit enorme Milchüberschüsse da sind". In aller Klarheit unterstreicht Wlodkowski: "Der vorjährige Milchstreik hat keinen Erfolg gebracht, die Bauern waren schließlich die Draufzahler. Daher lehne ich radikale Maßnahmen ab und setzte auf konsequente, harte Verhandlungen.
 
Setzen mit offiziellen Bauernvertretungen Frankreichs und Deutschlands die EU-Kommission massiv unter Druck, um Milchmarkt zu entlasten. Vorschläge liegen fix und fertig auf dem Tisch der EU-Agrarkommissarin. "Stattdessen setzen wir mit unseren europäischen Verbündeten - darunter die offiziellen Bauernvertretungen der größten Milchländer Frankreich und Deutschland u.v.a.m. - die EU-Agrarkommissarin weiter massiv unter Druck. Denn nur die EU, kann durch wirksame Marktentlastungs-Maßnahmen den Milchmarkt wieder in Schwung bringen. Die Vorschläge dazu liegen bereits fix und fertig auf dem Tisch der EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel. Sie ist am Zug", so der Kammerpräsident.
 
National wurde alles getan, um den Milchbauern zu helfen. Alle nationalen Hilfs-Möglichkeiten haben wir bereits voll ausgeschöpft, und damit wichtige Hilfen für die Milchbauern in die Wege geleitet: So wird in der Steiermark 2009 erstmals die Weideprämie ausbezahlt, 2010 kommt erstmals die Milchkuhprämie, die allerdings den Milchpreisverfall bei weitem nicht kompensieren können. Und auch der EU, die heuer eine Mehrproduktion von einem Prozent verordnet hat, haben wir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die geforderte Produktionserhöhung, die den Milchmarkt noch stärker belasten würde, findet in Österreich nicht statt.
14.09.2009
Autor:Klaus Perscha
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