Bodenerosion © Lazar |
Wenn Jahr für Jahr im Sommer starke Niederschläge kommen, wiederholt sich in manchen Gegenden ein schrecklicher Zustand: Die Erde von Äckern liegt auf den Straßen, verstopft Straßengräben oder ist überhaupt schon in Richtung Schwarzes Meer unterwegs. Inzwischen stellen sich dazu nicht nur Bodenfachleute, Natur- und Wasserschützer und die Straßenverwaltungen, sondern auch viele betroffene Anrainer die Frage, ob das wirklich sein muss. Der Schaden, der durch die Erosion entsteht, ist für den betroffenen Landwirt schwer zu beziffern. Am deutlichsten wird er durch folgende Rechnung bewusst: Ein Boden mit der Bodenklimazahl 50 darf maximal einen halben Millimeter Erde jährlich verlieren, wenn seine Substanz auf Dauer erhalten bleiben soll. Werden ein oder sogar mehrere Zentimeter Erde abgetragen, braucht er also Jahrzehnte bis Jahrhunderte, um den Verlust über die natürliche Bodenbildung auszugleichen.



