Hoffnung Energieholz
Hoffnung wird dabei in den Kurzumtrieb gesetzt, weil Energieholz mit der existierenden Kesseltechnik verheizt werden kann. Dennoch muss intensiv am Ausbau nichtholziger Biomasse für den Biowärmemarkt gearbeitet werden. Dabei sind einige Herausforderungen zu meistern. Viele dieser neuen Rohstoffe sind als Brennstoff noch nicht genormt, daher sind sie für Feuerungsanlagen nur bedingt als einsetzbare Brennstoffe zugelassen. Diese Rechtsunsicherheit führt dazu, dass auch noch keine geprüften Feuerungsanlagen auf dem Markt sind. Die Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen. So ist Miscanthus als Brennstoff bereits genormt. Bei Maisspindeln ist der Normungsprozess derzeit im Gange. Die Norm sollte im Laufe des Jahres 2012 fertig sein. Am schwierigsten ist die Brennstoffnormung bei Heu, weil die Rohstoffeigenschaften je nach Zusammensetzung des Pflanzenbestandes und standortabhängig sehr stark variieren können. Bei den Feuerungsanlagengesetzen gibt es erste Fortschritte. Für gewerbliche Anlagen wurden erstmals auch Emissionsgrenzwerte für nichtholzige Brennstoffe erlassen, sofern diese genormt sind. Einige Heizwerke haben bereits eine Genehmigung für die Verfeuerung von Maisspindeln. Immer noch ungelöst ist die Rechtslage bei Kleinfeuerungen. Hier ist die steirische Politik gefordert, endlich Agrarbrennstoffe zuzulassen, damit die Kesselhersteller Rechtssicherheit für die Entwicklung neuer innovativer Produkte haben. Das Match lautet: Klimaschutz gegen Luftreinhaltung.