Die Steiermark ist mit einer aktuellen Waldfläche von 1.006.000 Hektar (61,34 Prozent der Landesfläche) das waldreichste Bundesland Österreichs. Das entspricht einem Viertel der Gesamtwaldfläche des Bundesgebietes oder der Gesamtwaldfläche der Schweiz. Von den insgesamt 3,4 Milliarden Bäumen des Bundesgebietes wachsen rund 850 Millionen in der Steiermark. Seit der letzten Inventurperiode vor sieben Jahren, hat die Waldfläche um rund 4.000 Hektar zugenommen, das entspricht einem Quadrat mit einer Seitenlänge von 6,3 Kilometer. In den vergangenen 25 Jahren hat die Waldfläche in der Steiermark sogar um 17.000 Hektar zugenommen, das entspricht knapp 35.000 Fußballfeldern, während weltweit beispielsweise durch Urwaldrodungen die Waldfläche abnimmt.
Vorräte: Höchststand
Mit einer Nutzungsmenge von 25,88 Millionen Vorratsfestmeter (vfm) Holz pro Jahr wurde im österreichischen Wald ein historischer Höchststand erreicht. Trotzdem ist auch der Holzvorrat mit 1,13 Milliarden Vorratsfestmeter zu einem neuen Rekord herangewachsen. Dieser Trend gilt auch für die Steiermark. Mit einer Zunahme um zehn Millionen Festmeter gegenüber der letzten Periode, ist der Vorrat im steirischen Wald auf 303 Millionen Festmeter angewachsen.
Bezogen auf eine Fläche von einem Hektar Wirtschaftswald (10.000 Quadratmeter) erlebt der Kleinwald einen weiteren markanten Anstieg von 357 Festmeter auf 380 Festmeter. Bei den Forstbetrieben bleibt der Vorrat mit 334 Festmeter konstant. In den Wäldern der österreichischen Bundesforste geht der Holzvorrat bedingt durch Windwürfe und Borkenkäferbefall von 284 Festmeter auf 264 Festmeter zurück.
Interessant ist ferner die Tatsache, dass der Anteil insgesamt von Baumholz zwischen 20 und 35 Zentimeter Brusthöhendurchmesser abnimmt, stärkeres Baumholz und Starkholz nehmen mengenmäßig zu.
Mehr Holz aus Kleinwald
Eine deutliche Nutzungssteigerung ist im Kleinwald festzustellen. Wurde in dieser Besitzkategorie vor 15 Jahren knapp 53 Prozent des Zuwachses genutzt, sind es aktuell 78 Prozent. Das bedeutet, dass heute einem Zuwachs von 10,7 Festmeter pro Hektar, eine Nutzung von 8,4 Festmeter gegenübersteht. Bei den Besitzern des Kleinwaldes hat also ein Umdenken eingesetzt: Viele erkennen, dass mit der Holznutzung Geld erwirtschaftet werden kann. Neben den Kalamitätsnutzungen (Windwurf, Borkenkäfer) gab die Initialzündung für dieses erfreuliche Ergebnis die intensive Beratung der Landwirtschaftskammer und des Waldverbandes in den vergangenen Jahren. Belegt wird das vor allem durch die markante Steigerung bei Durchforstungsaktivitäten und anderen Pflegemaßnahmen im Kleinwald.
Biotopholz
Rund ein Drittel der Vögel, Insekten, Pilze und Pflanzen im Wald ist vom abgestorbenen Holz abhängig. Das Volumen des Biotopholzes wird von der Waldinventur erhoben und ist ein Indikator für die Artenvielfalt im Wald. Der Vorrat an stehendem Biotopholz im Ertragswald hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt: Lag er in der Erhebungsperiode 1992/96 noch bei 4,8 Festmeter je Hektar, stieg dieser Wert für die Periode 2007/2009 bereits auf 8,6 Festmeter je Hektar. Das ist ein Plus von 79 Prozent. Aus ökologischer Sicht besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich der Anteil in der Durchmesserklasse größer 50 Zentimeter, also bei Altholz, verdoppelt hat.
Mehr Laubhölzer
Waren die Nadelholzbestände in der Periode 1992/96 noch mit 77,5 Prozent vertreten, hat sich der Anteil aktuell auf 71 Prozent reduziert. Im Gegenzug haben Mischbestände weiter zugenommen. Beim Laubholz hat sich der Anteil von 15,1 Prozent auf 17,4 Prozent erhöht. Der Fichtenanteil ist um 6,6 Prozent zurückgegangen, der Anteil der Weißkiefer um ein Prozent. Bei den Laubhölzern erzielt die Buche einen anteilsmäßigen Zuwachs von 1,4 Prozent, Ahorn und weitere Harthölzer steigen um 1,1 Prozent.
Mehr Waldschäden
Das Bild der sehr positiven Ergebnisse der österreichischen Waldinventur trübt die Zunahme von Waldschäden. Während die Steinschlagschäden in der letzten Erhebungsperiode konstant geblieben sind, haben die Schälschäden durch Rotwild und Ernteschäden zugenommen. Beim Verbissdruck gibt es regional sehr unterschiedliche Entwicklungen, wobei sich Zunahme und Rückgang etwa die Waage halten.
Der nächste Schritt nach Bekanntgabe der Daten der österreichischen Waldinventur ist eine Analyse der Detailergebnisse und eine Interpretation der wichtigen Erkenntnisse für die Steiermark gesamt und für die einzelnen Bezirke. Damit wird es möglich, wichtige zukunftsgerichtete forstpolitische Entscheidungen zu treffen und zielgerichtete Arbeitsschwerpunkte zu setzen.
Biomasse
Das realistisch bis 2020 aus dem steirischen Wald zusätzlich mobilisierbare Holzpotenzial wird auf 1,7 Millionen Festmeter geschätzt. Dabei wird davon ausgegangen, dass für die Säge- und Papierindustrie und für den Energiemarkt zusätzliche Holzmengen realisierbar sind. Das Mehrnutzungspotenzial gliedert sich in folgende Sortimente: 0,6 Millionen Festmeter Sägerundholz; 0,2 Millionen Festmeter Industrieholz; 0,9 Millionen Festmeter Energieholz, davon 0,2 Millionen Festmeter als reines Energieholz, der Rest in Form von Rinde und Astmaterial mit mehr als sieben Zentimeter Durchmesser.
Vorräte: Höchststand
Mit einer Nutzungsmenge von 25,88 Millionen Vorratsfestmeter (vfm) Holz pro Jahr wurde im österreichischen Wald ein historischer Höchststand erreicht. Trotzdem ist auch der Holzvorrat mit 1,13 Milliarden Vorratsfestmeter zu einem neuen Rekord herangewachsen. Dieser Trend gilt auch für die Steiermark. Mit einer Zunahme um zehn Millionen Festmeter gegenüber der letzten Periode, ist der Vorrat im steirischen Wald auf 303 Millionen Festmeter angewachsen.
Bezogen auf eine Fläche von einem Hektar Wirtschaftswald (10.000 Quadratmeter) erlebt der Kleinwald einen weiteren markanten Anstieg von 357 Festmeter auf 380 Festmeter. Bei den Forstbetrieben bleibt der Vorrat mit 334 Festmeter konstant. In den Wäldern der österreichischen Bundesforste geht der Holzvorrat bedingt durch Windwürfe und Borkenkäferbefall von 284 Festmeter auf 264 Festmeter zurück.
Interessant ist ferner die Tatsache, dass der Anteil insgesamt von Baumholz zwischen 20 und 35 Zentimeter Brusthöhendurchmesser abnimmt, stärkeres Baumholz und Starkholz nehmen mengenmäßig zu.
Mehr Holz aus Kleinwald
Eine deutliche Nutzungssteigerung ist im Kleinwald festzustellen. Wurde in dieser Besitzkategorie vor 15 Jahren knapp 53 Prozent des Zuwachses genutzt, sind es aktuell 78 Prozent. Das bedeutet, dass heute einem Zuwachs von 10,7 Festmeter pro Hektar, eine Nutzung von 8,4 Festmeter gegenübersteht. Bei den Besitzern des Kleinwaldes hat also ein Umdenken eingesetzt: Viele erkennen, dass mit der Holznutzung Geld erwirtschaftet werden kann. Neben den Kalamitätsnutzungen (Windwurf, Borkenkäfer) gab die Initialzündung für dieses erfreuliche Ergebnis die intensive Beratung der Landwirtschaftskammer und des Waldverbandes in den vergangenen Jahren. Belegt wird das vor allem durch die markante Steigerung bei Durchforstungsaktivitäten und anderen Pflegemaßnahmen im Kleinwald.
Biotopholz
Rund ein Drittel der Vögel, Insekten, Pilze und Pflanzen im Wald ist vom abgestorbenen Holz abhängig. Das Volumen des Biotopholzes wird von der Waldinventur erhoben und ist ein Indikator für die Artenvielfalt im Wald. Der Vorrat an stehendem Biotopholz im Ertragswald hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt: Lag er in der Erhebungsperiode 1992/96 noch bei 4,8 Festmeter je Hektar, stieg dieser Wert für die Periode 2007/2009 bereits auf 8,6 Festmeter je Hektar. Das ist ein Plus von 79 Prozent. Aus ökologischer Sicht besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich der Anteil in der Durchmesserklasse größer 50 Zentimeter, also bei Altholz, verdoppelt hat.
Mehr Laubhölzer
Waren die Nadelholzbestände in der Periode 1992/96 noch mit 77,5 Prozent vertreten, hat sich der Anteil aktuell auf 71 Prozent reduziert. Im Gegenzug haben Mischbestände weiter zugenommen. Beim Laubholz hat sich der Anteil von 15,1 Prozent auf 17,4 Prozent erhöht. Der Fichtenanteil ist um 6,6 Prozent zurückgegangen, der Anteil der Weißkiefer um ein Prozent. Bei den Laubhölzern erzielt die Buche einen anteilsmäßigen Zuwachs von 1,4 Prozent, Ahorn und weitere Harthölzer steigen um 1,1 Prozent.
Mehr Waldschäden
Das Bild der sehr positiven Ergebnisse der österreichischen Waldinventur trübt die Zunahme von Waldschäden. Während die Steinschlagschäden in der letzten Erhebungsperiode konstant geblieben sind, haben die Schälschäden durch Rotwild und Ernteschäden zugenommen. Beim Verbissdruck gibt es regional sehr unterschiedliche Entwicklungen, wobei sich Zunahme und Rückgang etwa die Waage halten.
Der nächste Schritt nach Bekanntgabe der Daten der österreichischen Waldinventur ist eine Analyse der Detailergebnisse und eine Interpretation der wichtigen Erkenntnisse für die Steiermark gesamt und für die einzelnen Bezirke. Damit wird es möglich, wichtige zukunftsgerichtete forstpolitische Entscheidungen zu treffen und zielgerichtete Arbeitsschwerpunkte zu setzen.
Biomasse
Das realistisch bis 2020 aus dem steirischen Wald zusätzlich mobilisierbare Holzpotenzial wird auf 1,7 Millionen Festmeter geschätzt. Dabei wird davon ausgegangen, dass für die Säge- und Papierindustrie und für den Energiemarkt zusätzliche Holzmengen realisierbar sind. Das Mehrnutzungspotenzial gliedert sich in folgende Sortimente: 0,6 Millionen Festmeter Sägerundholz; 0,2 Millionen Festmeter Industrieholz; 0,9 Millionen Festmeter Energieholz, davon 0,2 Millionen Festmeter als reines Energieholz, der Rest in Form von Rinde und Astmaterial mit mehr als sieben Zentimeter Durchmesser.
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