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Steirer lieben heimische Christbäume

Entgegen dem Europa-Trend wird es in der Steiermark und in Österreich ausreichend heimische Christbäume geben. Der Wunsch der Steirer, Christbäume aus der Heimat zu kaufen, kann erfüllt werden.
Gottfried Fließer (Obmann der Steirischen Christbaum-Bauern)  Elisabeth Reiterer in der neuen Christbaumtracht und Präsident Gerhard Wlodkowski (v.l.n.r.) präsentieren die Vorzüge der steirischen Christbäume. © Rosemarie Wilhelm
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Gottfried Fließer (Obmann der Steirischen Christbaum-Bauern), Elisabeth Reiterer in der neuen Christbaumtracht und Präsident Gerhard Wlodkowski (v.l.n.r.) präsentieren die Vorzüge der steirischen Christbäume. © Rosemarie Wilhelm
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Gottfried Fließer (Obmann der Steirischen Christbaum-Bauern), Elisabeth Reiterer in der neuen Christbaumtracht und Präsident Gerhard Wlodkowski (v.l.n.r.) präsentieren die Vorzüge der steirischen Christbäume. © Rosemarie Wilhelm
Gottfried Fließer (Obmann der Steirischen Christbaum-Bauern)  Elisabeth Reiterer in der neuen Christbaumtracht und Präsident Gerhard Wlodkowski (v.l.n.r.) präsentieren die Vorzüge der steirischen Christbäume. © Rosemarie Wilhelm
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"Die Steirerinnen und Steirer brauchen wegen des europaweiten Christbaummangels nicht besorgt sein. Entgegen dem Europa-Trend haben die heimischen Christbaum-Bauern vorgesorgt, in der Steiermark und in Österreich wird es ausreichend heimische Christbäume geben", betont Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski. Österreichweit werden jährlich 2,5 Millionen Bäume verkauft oder verschenkt. 90 Prozent davon sind Bäume aus der Heimat. Wlodkowski: "Ein echter Steirerbaum ist an der Schleife "Steirischer Christbaum - Danke, liebes Christkind!", erkennbar. Und weiter. "Neben kurzen Transportwegen bindet ein Hektar Christbaumkultur 140 Tonnen Kohlendioxid, erzeugt gleichzeitig 100 Tonnen Sauerstoff und filtert Staubpartikel aus der Luft.

EU-weit fehlen rund zwei Millionen Bäume

Die Ursache dafür: Zwischen 2002 und 2007 wurden in Nordeuropa die Christbaumflächen zugunsten von Weizen um bis zu 15 Prozent reduziert, gleichzeitig stieg die Nachfrage aus Osteuropa. Es ist zu erwarten, dass die Importbäume nach dem 25-prozentigen Preisanstieg in den vergangenen Jahren heuer nochmals um bis zu zehn Prozent teurer werden könnten. Die Preise für die heimischen Bäume sind weitgehend preisstabil, wobei die Preise in der Stadt etwas höher sind. Hier sind die Kosten für die Standmieten zu berücksichtigen.

Umfrage: Käufer wollen über Herkunft Bescheid wissen

Eine brandaktuelle Umfrage bei den steirischen Christbaum-Bauern bestätigt, dass die Herkunft des Weihnachtsbaums eine wichtige Rolle spielt. Der Großteil der Christbaum-Bauern (85,7 Prozent), wird von den Kunden über die Herkunft der Weihnachtsbäume befragt. Die Herkunft der Bäume wird von Jahr zu Jahr wichtiger.

Garantiert heimisch: Marke "Steirischer Christbaum - Danke liebes Christkind"

Die Marke für Qualitäts-Christbäume "Ein Baum aus der Heimat - Danke, liebes Christkind!" garantiert die heimische Herkunft der Bäume. "Diese Wortbildmarke führen 63 steirische Christbaum-Bauern, die sich freiwillig Qualitätsrichtlinien auferlegt haben. Mit der rot-weiß-roten Banderole stehen auf jedem Baum Name und Anschrift des Produzenten, der somit höchste Qualität garantiert, so Vizepräsident Hans Resch.

Duft des Nadelbaums für Steirer unverzichtbar

Der Duft ist ein wesentliches Markenzeichen des Naturbaums für die Steirerinnen und Steirer. Auch Aussehen und Frische sind entscheidende Kriterien für die Käufer. "Bei den steirischen Christbaum-Bauern werden die Bäume erst kurz vor dem Verkauf geschnitten, was die Nadelhaltbarkeit und den Duft erhöhen", so Gottfried Fließer, Obmann Steirische Christbaum-Bauern.

Tipps: Damit Christbäume frisch bleiben

Wenn der Christbaum schon einige Zeit vor Weihnachten gekauft wird:
  • Im Freien lagern: Der Christbaum soll am besten schattig im Freien gelagert werden. Der Baum soll einen Tag bevor er ins Zimmer kommt aus dem Netz genommen werden. 
  • Anschneiden: Es empfiehlt sich dann, den Stamm nochmals anzuschneiden (zwei bis vier Zentimeter wegschneiden), bevor man ihn am besten in den Wasserständer steckt.

Christbäume im Raum:
  • Niedrige Temperaturen: Die Raumtemperatur soll niedrig gehalten werden, die Luftfeuchtigkeit hoch sein. Der Christbaum soll nicht zu nahe an der Heizung stehen. 
  • Wasserständer: Ein Baum benötigt je nach Zimmertemperatur zwei bis drei Liter Wasser pro Tag. Es sollte immer genügend Wasser im Behälter sein, da sonst der Baum seine Zellen schließt und kein Wasser mehr ansaugen kann.
  • Besprühen: Der Baum kann auch regelmäßig mit einem Wasserzerstäuber besprüht werden, damit die Nadeln feucht sind.
  • Vorteil Nordmannstannen: Prinzipiell nadelt jeder Baum, doch behalten die Nordmanns- und Korktannen am längsten ihre Nadeln.

Steirische Christbäume: Zahlen und Fakten

  • 300.000 steirische Christbäume. Rund 300.000 Christbäume werden in der Steiermark aus Christbaumkulturen und Wäldern geschnitten. Rund 76 Prozent der steirischen Haushalte sind traditionsbewusst und stellen einen Christbaum auf. Tendenz steigend. Knapp 2,5 Millionen Weihnachtsbäume werden in Österreich verkauft oder verschenkt.
  • Verkauf auf öffentlichen Plätzen. Auf den öffentlichen Plätzen in Graz beginnt der Christbaumverkauf am Mittwoch, 14. Dezember 2011, auf privaten Plätzen auch schon früher.
  • Die Marke: "Steirischer Christbaum - Danke, liebes Christkind!". 63 Christbaumbauern dürfen die Herkunftsmarke "Ein Baum aus der Heimat - Danke liebes Christkind" führen. Die Marke steht für: 1. Garantiert heimischer Christbaum aus unmittelbarer Nähe 2. Kontrolle der freiwillig auferlegten und nachvollziehbaren Auflagen 3. Die Banderole gibt neben der Kontrollnummer auch Name und Adresse des Christbaum-Produzenten an
  • Umweltschutz. Ein Hektar Christbaumkultur bindet während der Wachstumsphase von acht bis zehn Jahren rund 140 Tonnen Kohlendioxid und erzeugt über 100 Tonnen Sauerstoff.
  • Kauf direkt bei den Christbaum-Bauern. Die Steirer kaufen die Christbäume überwiegend bei den Christbaum-Bauern (14 Prozent ab Kultur, 18 Prozent ab Hof, 47 Prozent beim Christbaumstand). Bei einer Umfrage versicherten 80 Prozent der Befragten, einen heimischen Christbaum kaufen zu wollen!
  • 350 Christbaum-Bauern. In der Steiermark gibt es rund 350 Betriebe, die ihr Einkommen zu einem mehr oder weniger großen Anteil aus dem Verkauf von Christbäumen erwirtschaften.
  • Kleine Kulturen. Die Christbaumkulturen in der Steiermark sind im Durchschnitt rund einen Hektar groß. Der durchschnittliche Anreiseweg eines heimischen Christbaums von der Christbaumkultur zum Verkaufsort beträgt 1,40 Kilometer. Die wichtigsten Exportländer von Christbäumen sind Dänemark und Norddeutschland mit einer Entfernung von mehr als 1.000 Kilometern.
13.12.2011
Autor:Rosemarie Wilhelm
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