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Sortenhonige ernten und Varroa scharf beobachten

Worauf bei der Blütenhonigernte zu achten ist und ab wann und wie man im Juni Varroa bekämpft, erklärt Imkermeisterin Heidrun Singer.
Mit Varroatassen kann man den täglichen Varroatotenfall rasch und einfach feststellen. Fallen im Juni pro Tag mehr als zehn Milben ab  sind zwischen 1.000 und 3.000 Milben im Volk. Dann muss der Imker rasch bekämpfen oder er riskiert einen Zusammenbruch des Volkes. © Paula Pöchlauer-Kozel
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Mit Varroatassen kann man den täglichen Varroatotenfall rasch und einfach feststellen. Fallen im Juni pro Tag mehr als zehn Milben ab, sind zwischen 1.000 und 3.000 Milben im Volk. Dann muss der Imker rasch bekämpfen oder er riskiert einen Zusammenbruch des Volkes. © Paula Pöchlauer-Kozel
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Mit Varroatassen kann man den täglichen Varroatotenfall rasch und einfach feststellen. Fallen im Juni pro Tag mehr als zehn Milben ab, sind zwischen 1.000 und 3.000 Milben im Volk. Dann muss der Imker rasch bekämpfen oder er riskiert einen Zusammenbruch des Volkes. © Paula Pöchlauer-Kozel
Mit Varroatassen kann man den täglichen Varroatotenfall rasch und einfach feststellen. Fallen im Juni pro Tag mehr als zehn Milben ab  sind zwischen 1.000 und 3.000 Milben im Volk. Dann muss der Imker rasch bekämpfen oder er riskiert einen Zusammenbruch des Volkes. © Paula Pöchlauer-Kozel
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Sobald die Sammelbiene den Nektar mit rund 50 bis 70% Wassergehalt in den Stock bringt und im Eingangsbereich abliefert, wird dieses süße Tröpfchen von Biene zu Biene weitergegeben. Jede einzelne Imme reichert ihn enzymatisch an, indem sie dem Nektar körpereigene Substanzen beifügt.

Mit weniger als 20% Feuchte in die Lagerzelle

Sie bereiten den Honig noch weiter auf, indem sie ihm Wasser entziehen. Erst wenn die Feuchtigkeit auf rund 20% verringert ist, lagern die Bienen den Honig in einer Zelle ein. Sie verdeckeln ihn, indem sie ihn mit einer Wachsschicht luftdicht verschließen. Sobald der Honig voll verdeckelt und ausgereift ist, kann ihn der Imker schleudern.
Sortenhonig muss er so rasch wie möglich nach der jeweiligen Tracht dem Bienenvolk entnehmen. Erst die einzigartige Eigenschaft der Blütenstetigkeit unserer Honigbiene versetzt uns überhaupt in die Lage, Honig einer bestimmten Pflanze, wie zum Beispiel Raps, Akazie oder Linde zu gewinnen.
Obwohl ein Absperrgitter immer die Volksharmonie stört, benötigt es der Imker, um sortenreine Honigwaben ohne Brut zu gewinnen. Dabei nimmt er bewusst in Kauf, dass ein derart eingeengtes Bienenvolk eine erhöhte Schwarmbereitschaft zeigt und er beim öfteren Durchsehen auf Schwarmzellen den Organismus Bien stört.

Auch im Juni auf Varroa beobachten

Auch im Juni muss der Imker mit scharfem Auge auf Varroabefall achten, um nicht plötzlich von einem Völkerzusammenbruch überrascht zu werden. Den Varroabefall kann er kontrollieren, indem er den natürlichen Varroatotenfall pro Tag ermittelt. Dazu eignen sich im Handel erhältliche Varroatassen aus Plastik oder Varroawindeln. Das sind Bodeneinlagen mit einem mindestens ein Zentimeter hohen Gitter-Rahmen mit einer Maschenweite von zwei bis drei Millimetern.
Um ein Hinaustragen der Milben zu verhindern, dürfen die Bienen mit der Bodeneinlage nicht in Kontakt kommen. Diese Varroaeinlagen schiebt man in den Boden des Bienenvolkes ein. Eine im Gitterboden eingeschobene Schublade eignet sich ebenso zur Varroadiagnose.

Wie schätze ich die Milbenzahl?

Um den Befallsgrad zu schätzen, multipliziert man den Varroaabfall pro Tag mit einem Umrechnungsfaktor von 100 bis 300. Fallen im Juni pro Tag mehr als zehn Milben ab, so bedeutet dies, dass zwischen 1.000 und 3.000 Milben im Bienenvolk sind. In diesem Fall muss man schnellstmöglich eine Varroabekämpfung zur Rettung des Volkes durchführen.

Brutentnahme oder Kunstschwärme

Da während der Trachtperiode Säuren, Medikamente oder Chemikalien verboten sind, bietet sich die Brutentnahme oder die Erstellung von Kunstschwärmen an. Die Wegnahme von verdeckelten Brutwaben reduziert den Varroadruck in Wirtschaftsvölkern merklich.
Mit den entnommenen Brutwaben kann man Brutableger bilden. Entsorgt man die Brutwaben, kann man mit den vorhandenen, nicht geschädigten Bienen und der Stockkönigin einen Kunstschwarm bilden. Diesen behandelt der Imker, ebenso wie den Brutableger, sofort gegen die Varroa. Nicht-chemische Maßnahmen wie das Entnehmen der Drohnenbrut, die Wegnahme von verdeckelter Arbeiterinnenbrut, Brutableger und Kunstschwärme hindern die Varroa gerade in der Aufwärtsentwicklung der Völker an der Vermehrung und Bienenvölkerzusammenbrüche zur Unzeit können verhindert werden
04.06.2012
Autor:Heidrun Singer
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