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Stiermast: Alternativen zur Maissilage

Feldfutter, Hirse und Luzerne können den Maisanteil in der Ration verringern. Ganz ohne Maissilage geht es jedoch nicht.
Fruchtfolge trifft auch die Stiermäster © Rudolf Grabner
Fruchtfolge trifft auch die Stiermäster © Rudolf Grabner
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Fruchtfolge trifft auch die Stiermäster © Rudolf Grabner
Fruchtfolge trifft auch die Stiermäster © Rudolf Grabner
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Die Maissilage ist aufgrund der hohen Nährstoffkonzentration und der sehr guten Erträge ein konkurrenzloses Grundfutter in der Intensivmast. Die Fruchtfolgediskussion zwingt die Stiermäster über Alternativen nachzudenken. Im Vordergrund der Verzehrqualität beim Konsumenten steht die Zartheit des Rindfleisches bei einer hellroten Fleischfarbe. Beides sind Hinweise auf das frühe Schlachtalter (16 bis 19 Monate). Zusätzlich müssen Saftigkeit und Aroma durch eine ausreichende Marmorierung (Fettklasse 3) gegeben sein. Beste Qualitäten mit hohen Tageszunahmen und einem niedrigen Schlachtalter werden nur mit einem optimalen Fütterungsmanagement erreicht. Das Nährstoffangebot muss an das Lebendgewicht und die Tageszunahmen angepasst werden und die Grundfutterqualität muss sehr gut sein. Sinnvoll ist die Einteilung in einen ersten Mastabschnitt bis 400 Kilo Lebendgewicht (höherer Eiweißbedarf) und in einen zweiten über 400 Kilo (höherer Energiebedarf).

Maissilage als Grundfutter

Rund zwei Drittel des Energiebedarfs einer Ration werden durch die Maissilage gedeckt. Die qualitätsbestimmenden Faktoren sind: Nährstoffgehalt, Gärqualität und Futterhygiene. Das zur Maissilage zusätzlich verabreichte Kraftfutter dient primär der Eiweißergänzung. Besonders im ersten Mastabschnitt ist auf hochverdauliche, nährstoffkonzentrierte Kraftfutterkomponenten zu achten. Eine Standard-Maissilage-Ration (zweiter Mastabschnitt) besteht aus 17 Kilo Maissilage; etwa einem halben Kilo Stroh sowie 1,2 Kilo Eiweiß-Kraftfutter (Rapsextraktionsschrot) und 1,8 Kilo Getreide.

Alternativen zu Maissilage

Die Möglichkeiten, andere Silage in der intensiven Stiermast einzusetzen, sind grundsätzlich gegeben, können aber die Maissilage nicht ganz ersetzen.
  • Feldfuttersilage: Gute Erträge und eiweißreiches Kraftfutter kann reduziert werden (500 Gramm weniger). Das energiereiche Kraftfutter muss um etwa einen Kilo erhöht werden. Häufiges Ernten und Silieren des Feldfutters sind notwendig.
  • Hirse Ganzpflanzensilage: Hohe Flächenerträge möglich. Der Eiweißgehalt ist höher als bei Maissilage. Energiereiches Kraftfutter muss um ein bis eineinhalb Kilo erhöht werden.
  • Luzernesilage: Hohe Flächenerträge möglich. Hohe Eiweißgehalte in der Silage. Futteraufnahme und Tageszunahmen werden nicht negativ beeinflusst.

Rationen anpassen

Die Ration für den ersten sowie zweiten Mastabschnitt sollte konstant bleiben, wenn auch die Mengen erhöht werden. Bei Reduktion der Maissilage um 25% (die Mindestfruchtfolge) und Ersatz mit Feldfutter-, Hirsesilage ergeben sich Änderungen, die in der Tabelle angeführt sind.

Alternative Stiermast-Rationen

Futter je Tier und Tag Maissilage (Standard) Mais-, Feldfutter-Silage Mais-, Hirse-Silage
Maissilage 17 kg 12 kg 11 kg
Kleegrassilage 4 kg
Hirse-Silage 5 kg
Stroh 0,5 kg
Eiweißfutter (RES) 1,2 kg 0,5 kg 1 kg
Mais bzw. Getreide 1,8 kg 2,8 kg 3 kg
Ersatz von rund 25 Prozent Maissilage in der intensiven Stiermast bei etwa 450 kg schweren Stieren, Ziel: 1.300 g tägliche Zunahmen - Quelle: DI Karl Wurm, LK Steiermark
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2 Schritt: In MS Excel öffnen.
05.06.2013
Autor:Rudolf Grabner
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