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Region Murtal: Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer rücken enger zusammen
Gemeinsame Vorzeige-Projekte sollen Wirtschaftsraum Murtal neu beleben
Erster Schritt: Startschuss für drei innovative Zukunftsprojekte
1. Energieoffensive: Energievision Murtal mit Energie-Innovationszentrum
2. Mehr Strahlkraft als Genuss- und Tourismusregion Murtal
3. Unternehmeroffensive: Starkes Unternehmertum – Nachwuchs fördern und bilden
1. Energieoffensive: Energievision Murtal – Energie-Innovationzentrum soll entstehen
„Zur Bündelung der Forschung und Entwicklung im Energiebereich – speziell von erneuerbarer Energie und zur Verbesserung der Energieeffizienz – soll in der Region Murtal ein Energie-Innovationszentrum geschaffen werden“, führten Wlodkowski und Herk ferner aus. Dazu sollen alle regionalen Experten und bestehenden Einrichtungen eingebunden werden. „Land- und Forstwirte, Installateure, aber auch die Bevölkerung sind die Gewinner einer solchen Forschungseinrichtung“, so Bernd Hammer, Obmann der Wirtschaftskammer-Regionalstelle Murtal-Judenburg.
2. Mehr kulinarische Strahlkraft als Genuss- und Tourismusregion Murtal
3. Starkes Unternehmertum – Nachwuchs bilden
Ideenwerkstatt: Gemeinsame Unternehmerstammtische. Weiters werden gemeinsame Unternehmerstammtische eingerichtet. Dazu werden Expertinnen und Experten zu Zukunftsthemen des ländlichen Raums als Diskutanten eingeladen, um weitere Projekte ins Rollen zu bringen.
Gemeinsames Leader-Projekt für Unternehmernachwuchs. Im Rahmen der neuen EU-Finanzperiode 2014-2020 verlangen Wirtschaftskammer und Landwirtschaftskammer die Umsetzung eines gemeinsamen Leader Projektes zur Förderung des Unternehmensnachwuchses. „Ziel ist es, junge Menschen vom Unternehmertum zu begeistern. Qualifizierte und motivierte Unternehmerpersönlichkeiten sind die Zukunft des ländlichen Raums“, so Penz abschließend.
Hier sieht Herk großes Potenzial in der bereits seit Jahren von der Wirtschaftskammer umgesetzten Unternehmensnachfolge „Follow me“. „Nur mehr 50 Prozent der Unternehmen werden von Familien-Mitgliedern übernommen, die Tendenz ist steigend. Daher bringen wir über ,Follow me’ Übergeber und potenzielle Übernehmer zusammen“, erklärt Herk. „Wir können es uns nämlich nicht leisten, dass bestehende Betriebe sukzessive ihre Leistungen zurück fahren und durch einen fehlenden Nachfolger letztlich zusperren und damit für die Region verloren gehen.“ Ähnliches sei auch in der Landwirtschaft der Fall. Daher sieht Herk auch hier Synergien für die Zukunft.
Noch stärker zusammen wachsen – bis zu den Wurzeln
Neben diesen drei Leuchtturmprojekten wollen Wirtschaftskammer und Landwirtschaftskammer natürlich auch in der täglichen Arbeit und ihren Bemühungen ihre Kooperation intensiveren. „Schließlich sind die Herausforderungen der Zukunft für uns weitgehend die selben“, betonen Herk und Wlodkowski. Und das umfasse auch alle Bereiche – von der Ausbildung über die Infrastruktur bis hin zur Bündelung der Strukturen in der Region.
„Um ein attraktiver Wirtschafts- und Forschungsstandort zu sein, muss auch die Verkehrsinfrastruktur in der Region ausgebaut werden. Gleichzeitig beleben diese Baumaßnahmen die Konjunktur und sind eine sinnvolle Antwort auf die Sparpakete“, bestätigt Hammer. Das vom Land Steiermark erarbeitete regionale Verkehrskonzept Murtal ist vollinhaltlich prioritär umzusetzen. Dazu gehört auch der in der Kompetenz des Bundes liegende Vollausbau der S36/S37.
Hinsichtlich Strukturreformen ist die Wirtschaftskammer seit Jahren aktiv und legt Konzepte auf den Tisch: „Um die Regionen zu stärken und gleichzeitig Kosten zu sparen, plädieren wir in Richtung Reformpartnerschaft für eine Stärkung der Bezirkshauptmannschaften – etwa indem Kompetenzen sowohl von Gemeindeebene als auch von Landesebene auf diese regionalen Einheiten übertragen werden“, erläutert Herk. „Gleichzeitig wollen wir diese Kräfte auch durch Zusammenlegungen von BHs bündeln.“

