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Raps ab 20. August anbauen

Die vielen Vorteile der Kultur können für leistungsstarke Böden sorgen. Über ­den ­Erfolg ­entscheidet der ­Anbautermin und die Bekämpfung von ­Insekten.
Damit der Raps im Frühjahr seine ganzePracht entfalten kann  sollte er gutentwickelt  also mit acht bis zehnBlättern  in den Winter gehen. © Dr. Josef Wasner
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Damit der Raps im Frühjahr seine ganze Pracht entfalten kann, sollte er gut entwickelt, also mit acht bis zehn Blättern, in den Winter gehen. © Dr. Josef Wasner
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Damit der Raps im Frühjahr seine ganze Pracht entfalten kann, sollte er gut entwickelt, also mit acht bis zehn Blättern, in den Winter gehen. © Dr. Josef Wasner
Damit der Raps im Frühjahr seine ganzePracht entfalten kann  sollte er gutentwickelt  also mit acht bis zehnBlättern  in den Winter gehen. © Dr. Josef Wasner
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Bodenerosion, geringerer Stickstoffentzug, Maiswurzelbohrerproblematik, verdichtete Böden und Gülleausbringungsverbot im Herbst auf Brache; das alles sind Probleme, die mit der Kultur Raps in den Griff zu bekommen sind. Geschenkt werden einem diese Vorteile aber nicht. Zwei wichtige Voraussetzungen bei Raps sind der frühe Anbau, also eine Sommerung als Vorfrucht, und die Insektenbekämpfung ab dem Frühjahr des Folgejahres.

Früher Anbau

Obwohl viele wissen, dass ein Anbau ab dem 20. August sinnvoll ist, weil damit die Zielgröße des Rapses vor dem Winter mit zehn bis zwölf Blättern am ehesten zu erreichen ist, wird dieses Prinzip oftmals verletzt. Den alten Bedenken, dass bei frühem Anbau die Pflanzen überschießen und auswintern, kann eindeutig mit modernen und alteingesessenen Pflanzenschutzmitteln (Carax, Caramba, Folicur, …) begegnet werden. Denn bremsen ist beim Raps leichter als Gas geben. Nach dem 10. September sollte kein Raps mehr ausgesät werden. Raps braucht ein krümeliges feines Saatbett, um die Ablagetiefe von maximal eineinhalb Zentimeter sicherzustellen. In dieser Frage geht die Qualität des Saatbettes eindeutig vor dem Anbautermin. Also sind Wetterberichte unbedingt zu verfolgen. Hinsichtlich der Saatstärke sollen bei frühem Anbau 50 Körner bei Hybrid- und 60 Körner bei Liniensorten je Hektar nicht überschritten werden. Dafür bieten die Firmen bereits definierte Hektarpackungen an. Bei späteren Anbauterminen sollte maximal 15 Prozent mehr Saatgut verwendet werden. Unmittelbar nach der Saat sind Schnecken zu beobachten und bei Auftreten in erster Linie am Rand mit Granulaten zu bekämpfen.

September-Kontrolle

Die für den Erfolg entscheidende Maßnahme, welche leider oft verschlafen wird, ist die Kontrolle Ende September. Ist der Raps nämlich zu diesem Zeitpunkt mit weniger als fünf Blättern ausgestattet, dann ist eine mineralische Nachdüngung mit NAC (40 Kilo Stickstoff je Hektar) unbedingt erforderlich. Eine Kürzungsmaßnahme ist aus heutiger Sicht generell sinnvoll. In jeder Hinsicht ist bei mehr als fünf Blättern eine Behandlung zu machen. Zur Auswahl stehen Caramba (0,5 bis 1,0 l/ha), Carax (1,4 l/ha) und Folicur (0,5 bis 0,7 l/ha). Zusätzlich wirkt dieser Einsatz auch gegen Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma). Zum Thema Düngung ist bei Raps zu sagen, dass es sich dabei um eine Kultur handelt, die einen sehr hohen pH-Wert benötigt. Es sollte daher unbedingt vor der Saat eine Kalkung durchgeführt werden, sofern auf der Fläche Werte von unter pH 6,0 anzutreffen wären. Damit wird einer möglichen Krankheit der Kohlhernie (Anschwellungen der Rapswurzel) vorgebeugt. Die Stickstoffdüngung im Frühjahr sollte so früh wie möglich (ab 1. Februar erlaubt) erfolgen. Die Höhe sollte an die Blattanzahl und die Auswinterungsquote angepasst werden. Bei guter Überwinterung ist keine hohe Andüngung notwendig (höchstens 60 Kilo Stickstoff je Hektar). Sollten jedoch weniger als sechs Blätter je Pflanze angetroffen werden, sollte das Maximum von 100 Kilo Stickstoff je Hektar ausgebracht werden.
© AGES
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Empfohlene Liniensorten

Im Durchschnitt sind die Liniensorten den Hybridsorten im Ertragspotenzial etwas unterlegen. Moderne Liniensorten erreichen in den feuchten Übergangslagen jedoch auch annähernd das Niveau von Hybridrapssorten. Bei späten Anbauterminen sind die raschwüchsigeren Hybridrapssorten jedoch vorzuziehen. Adriana (rel. Ertrag 98, Lager 5), Casoar (rel. Ertrag 100, Lager 4), Ladoga (rel. Ertrag 100, Lager 4), Sherlock (rel. Ertrag 105, Lager 6) und Remy (rel. Ertrag 94, Lager 3).

Hybridrapssorten

Pulsar (rel. Ertrag 101, Lager 5), Visby (rel. Ertrag 99, Lager 3), Artoga (rel. Ertrag 107, Lager 4) und DK Exfile (rel. Ertrag 105, Lager 5).
04.08.2011
Autor:Karl Mayer
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