September-Kontrolle
Die für den Erfolg entscheidende Maßnahme, welche leider oft verschlafen wird, ist die Kontrolle Ende September. Ist der Raps nämlich zu diesem Zeitpunkt mit weniger als fünf Blättern ausgestattet, dann ist eine mineralische Nachdüngung mit NAC (40 Kilo Stickstoff je Hektar) unbedingt erforderlich. Eine Kürzungsmaßnahme ist aus heutiger Sicht generell sinnvoll. In jeder Hinsicht ist bei mehr als fünf Blättern eine Behandlung zu machen. Zur Auswahl stehen Caramba (0,5 bis 1,0 l/ha), Carax (1,4 l/ha) und Folicur (0,5 bis 0,7 l/ha). Zusätzlich wirkt dieser Einsatz auch gegen Wurzelhals- und Stängelfäule (Phoma). Zum Thema Düngung ist bei Raps zu sagen, dass es sich dabei um eine Kultur handelt, die einen sehr hohen pH-Wert benötigt. Es sollte daher unbedingt vor der Saat eine Kalkung durchgeführt werden, sofern auf der Fläche Werte von unter pH 6,0 anzutreffen wären. Damit wird einer möglichen Krankheit der Kohlhernie (Anschwellungen der Rapswurzel) vorgebeugt. Die Stickstoffdüngung im Frühjahr sollte so früh wie möglich (ab 1. Februar erlaubt) erfolgen. Die Höhe sollte an die Blattanzahl und die Auswinterungsquote angepasst werden. Bei guter Überwinterung ist keine hohe Andüngung notwendig (höchstens 60 Kilo Stickstoff je Hektar). Sollten jedoch weniger als sechs Blätter je Pflanze angetroffen werden, sollte das Maximum von 100 Kilo Stickstoff je Hektar ausgebracht werden.