Die kleine Zikade überträgt die Goldgelbe Vergilbungskrankheit © lk/Luttenberger |
Das Jahr 2011 war im Gegensatz zu den Jahren davor aus Pflanzenschutzsicht eher unproblematisch. Die deutlich niedrigeren Niederschlagswerte im Jahresvergleich führten zu einem geringeren Befallsdruck bei den meisten bedeutenden Schaderregern.
Die ansonsten wichtige Rebkrankheit Peronospora (Falscher Mehltau) war nur in einzelnen wenigen Lagen problematisch. Die Trockenheit im Winter führte zu einer deutlichen Verzögerung der Dauersporenreife im Boden und zu einer späten Boden- oder Primärinfektion. Erst in den Sommermonaten wurden aufgrund der feucht-warmen Witterung Spät-
infektionen in den obersten Blattetagen gefunden, die sich allerdings nicht mehr auf die Traubenqualität auswirkten. Wenn Probleme auftraten, dann eher aufgrund von Fehlern in der Applikationstechnik. Zu hohe Durchfahrtsgeschwindigkeiten und/oder das Befahren nur jeder zweiten Reihe führten zu einer mangelhaften Benetzung. Wichtig ist die Abwechslung verschiedener Wirkstoffgruppen im laufenden Jahr. Präparate mit systemischer beziehungsweise teilsystemischer Wirkung in der Hauptwachstumsphase vor und in der Blüte verwenden, tiefenwirksame Produkte eher später in der Traubenbildung einsetzen.

