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PEFC Austria feiert 10-jähriges Bestehen

Die Holzzertifizierungs-Organisation PEFC Austria feierte kürzlich ihr 10-jähriges Bestehen. Gegründet wurde sie aufgrund der anhaltenden Diskussion um die Zerstörung des Regenwaldes durch illegale Abholzung. Danach etablierte sich das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes rasch als sehr effiziente Zertifizierungs-Initiative.
© DI Gernot Arnold
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Durch den revolutionären Ansatz der Regionen-Zertifizierung war es erstmals auch den rund 150.000 heimischen Kleinwaldbesitzern möglich, kostengünstig ihr seit Jahrhunderten vorbildliches Wirtschaften nach außen zu zeigen. Österreichs Waldfläche (3.9 Mio. ha) ist in neun Regionen aufgeteilt, die sich naturräumlich nach forstlichem Wuchsgebiet und administrativen Grenzen ergeben. Damit sind unter Wahrung von naturräumlichen Einheiten vorhandene Daten durch die Waldinventur über die Forstbewirtschaftung verwendbar.

Auf Basis des PEFC Kriterien- und Indikatorenkataloges wird für jede Region ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt, der von einem unabhängigen Expertengremium überprüft wird. Auf Basis dieser Berichte und durch Vor-Ort Kontrollen erfolgen in jeder Region so genannte Audits durch unabhängige, akkreditierte Zertifizierungs-Gesellschaften. Die positive Prüfung all dieser Faktoren bedeutet Übereinstimmung mit sämtlichen Anforderungen von PEFC. In Österreich haben alle neun Regionen diese Prüfung bestanden. Somit hat jeder Waldbesitzer durch Unterzeichnung einer Teilnahmeerklärung die Möglichkeit, die PEFC-Zertifizierung zu nutzen.

Klare Richtlinien

Österreich war 1999 neben anderen Ländern eines der Gründungsländer von PEFC. Da als Basis international abgestimmte Kriterien zum Schutz der Wälder in Europa gelten, sind für Österreich klare, national angepasste Vorgaben erarbeitet worden, die alle fünf Jahre überarbeitet, und von PEFC International wieder anerkannt werden müssen. Der nächste Revisionsprozess wird im August 2010 zum Abschluss gebracht. Bei dieser Systemüberarbeitung sind sowohl neue wissenschaftliche Erkenntnisse als auch geänderte gesellschaftspolitische Ansprüche wie zum Beispiel der Klimawandel zu berücksichtigen.

Einbeziehung der gesamten Produktkette

Anfänglich noch als Forstzertifizierung gestartet, entwickelte sich PEFC rasch in Richtung der Einbeziehung der gesamten Produktkette ("Chain of Custody"). In Österreich sind derzeit 330 derartige Betriebe (vom Sägewerk, über Platten-, und Papierindustrie bis hin zur Möbelbranche und Druckereien) aktive Teilnehmer an der PEFC-Zertifizierung. So wird sichergestellt, dass der Holzfluss in der Verarbeitungskette lückenlos zu verfolgen ist. Aktuell ist ein besonderer Boom in der Druckereibranche zu registrieren. Allein im vorigen Jahr verdoppelte sich die Zahl der zertifizierten Druckereien und steht bei derzeit 20 Teilnehmern. Besonderes Augenmerk wird auf die Forcierung der Logonutzung gelegt, denn nur Produkte mit PEFC-Logo lassen den Endkonsumenten erkennen, ob ein Produkt zertifiziert ist oder nicht.

PEFC ist mit weltweit 224 Mio. ha anerkannter zertifizierter Forstfläche weltweit das größte System dieser Art. Es zielt darauf ab, Wälder zu erhalten. Dies wird durch die Förderung und Promotion von nachhaltiger Bewirtschaftung angestrebt, welche die Legalität des erzeugten Holzes implementiert. Strenge Kriterien, an denen die Bewirtschaftung ausgerichtet werden soll, und interne sowie Vor-Ort-Überprüfungen dienen dazu, dieses Ziel zu erreichen und Raubbau an den Wäldern zu verhindern. Über die Zertifizierung von holzverarbeitenden Betrieben wird die Nachfrage nach derart anerkanntem Rohstoff aus den Forsten erhöht und damit die Ausweitung der PEFC-Fläche stetig erhöht.
22.06.2009
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