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Ostereier in der Steiermark

Die Steiermark ist neben Niederösterreich das wichtigste Bundesland für die Konsumeierproduktion in Österreich. Gehalten werden in der Steiermark 1.856 846 Legehennen (Österreichanteil: 36,5 Prozent). Zu Ostern verspeisen die Steirer 8,4 Millionen Ostereier!
8 4 Millionen Ostereier verspeisen die Steirer alleine zu Ostern © lk stmk
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8,4 Millionen Ostereier verspeisen die Steirer alleine zu Ostern © lk stmk
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8,4 Millionen Ostereier verspeisen die Steirer alleine zu Ostern © lk stmk
8 4 Millionen Ostereier verspeisen die Steirer alleine zu Ostern © lk stmk
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Österreichische Handelsketten bieten Alternative-Eier an

Die Österreichischen Handelsketten bieten erfreulicherweise fast flächendeckend Eier aus alternativen Haltungsformen an. Österreich ist in der Alternativen-Legehennenhaltung Vorreiter in Europa. Seit 2009 gibt es in Österreich nur mehr Alternative-Legehennenhaltung. Österreich hat damit die Konsumentenwünsche früher als die EU erfüllt. In der EU ist die herkömmliche Legehennenhaltung nämlich noch bis 2012 erlaubt. In Österreich gibt es 5.085.075 Legehennen. Die steirischen Bauern haben in den vergangen Jahren für die Umstellung von Käfighaltung auf alternative Haltungssysteme rund 55 Millionen Euro investiert.

Forderungen der Landwirtschaftskammer

  1. Appell an die Konsumenten bei Farbeiern auf das rot-weiß-rote Gütesiegel auf der Verpackung zu achten. Damit hat man die Garantie, dass es sich zu hundert Prozent um heimische Eier aus alternativer Haltung handelt.
  2. Gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Produkte in denen Eier verarbeitet werden. Beispielsweise von Nudeln, Teigwaren oder Backwaren.
  3. Gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Eier, die in der Gastronomie verwendet werden.
40 Prozent der Eier gehen in die Verarbeitung, sie kommen in einem hohen Maß aus europäischen Ländern, wo die Käfighaltung noch erlaubt ist.

Vorsicht vor "Kuckucks-Eiern"

Daher warnt die Landwirtschaftskammer auch vor Kuckucks-Eiern.Die Einzel-Ei-Kennzeichnung, die uns beim Frischei viel über dessen Lebenslauf erzählt, ist bei gefärbten Eiern in der Regel durch die Farbschicht dahin. Also sind die Konsumenten auf die Angaben und Auszeichnungen auf der Packung angewiesen.

Kennzeichnung bei gefärbten Eiern

Wer absolut sicher sein will, ein heimisches, "ausgezeichnetes" Qualtitätsei unter der Farbschichte vorzufinden, kann dem AMA-Gütesiegel auf der Eier-Verpackung vertrauen. Das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel garantiert nachvollziehbare heimische Herkunft, aber auch, dass die Eier in der Packung ausschließlich von Hühnern aus Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung stammen. Da sie nicht weit gereist sind, ist hier nicht nur die Qualität, sondern auch die Frische garantiert. Hennen, die ausgezeichnete AMA-Gütesiegel-Eier legen, werden mit hochwertigem Mais und Getreide gefüttert. Außerdem unterliegen diese Eier strengsten Hygienekontrollen. Ein Gütesiegel-Ei ist also eine sichere Sache. Zur Färbung der Austro-Eier werden ausschließlich lebensmittelechte Farben verwendet. Eine dünne Baumharzschicht versiegelt dann alles.

Zahlen und Fakten steirische Legehennenhaltung

Steiermark Österreich
Legehennen 1.856.846 5.085.045
davon Bio 173.447 (9,3 Prozent) 461.355 (9,1 Prozent)
Freiland 630.460 (33,95 Prozent) 990.438
Bodenhaltung/Voliere 1.026.848 (55,3Prozent) 2.888.286
Stand April 2009
In Tabellenprogramm öffnen
1 Schritt: Datei auf Festplatte speichern. speichern abbrechen
2 Schritt: In MS Excel öffnen.

Betriebe mit ...

Steiermark Österreich
Legehennenhaltung 741 1733
davon Bio 98 303
Freiland 444 766
Bodenhaltung 199 664
Stand April 2009
In Tabellenprogramm öffnen
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2 Schritt: In MS Excel öffnen.

Ei-Konsum

Der Ei-Konsum pro Kopf beträgt rund 236 Stück pro Jahr. Eine Henne legt pro Jahr durchschnittlich 270-330 Eier. Die Steiermark produziert 557.053.800 Stück Eier. Die Steiermark produziert damit 464 Eier für jeden Steirer. Die Steirer essen allerdings nur 236 Eier pro Jahr. Damit hat die Steiermark einen Selbstversorgungsgrad von 196 Prozent. Die Steirer essen zu Ostern 8,4 Millionen Eier.

Eier-Kennzeichnung

Die Frischeier sind direkt am Ei und auf der Verpackung gekennzeichnet. Dabei ist die Haltungsform eindeutig erkennbar. 0= Biohaltung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung. Diese Zahlen sind in Kombination mit der Betriebsnummer sowie AT (für Österreich) direkt auf das Ei gestempelt. Damit ist jedes Ei vom Ladentisch bis zum Bauern rückverfolgbar.

Nachfrage von Eiprodukten aus alternativ erzeugten Eiern steigt

Die Abnehmer von Eiprodukten setzen für die Herstellung von Eier enthaltenden Erzeugnissen verstärkt auf Rohware aus tiergerechten Haltungsverfahren. Der Verein für Kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e. V. (KAT) hat daher bereits Vorgaben zur Sicherstellung der Herkünfte für den Bereich der Eiprodukten-Industrie etabliert. Dabei soll eine chargenbezogene Mengenflussmeldung für eine Herkunftssicherung obligatorisch sein. Der Bundesverband der Deutschen Eiprodukten- Industrie e. V. (BV EP) begrüßt diese Maßnahmen von KAT. Zurzeit kann die große Nachfrage nach Eiern aus alternativen Haltungsformen allerdings nicht gedeckt werden, da am europäischen Markt und auch am Weltmarkt nicht genügend Ware aus tierfreundlichen Haltungsverfahren zur Verfügung steht. In Deutschland stellen die Erzeuger derzeit mit Hochdruck auf alternative Verfahren wie Boden-, Freiland- oder Biohaltung um, doch noch reicht das Angebot bei weitem nicht aus. Erst ab 2010 erwarten Marktkenner ein ausreichendes Angebot an Eiern aus alternativen Haltungsverfahren in Deutschland und damit eine Entspannung des derzeitigen Engpasses in diesem Segment. EU-weit wird erst ab 2012 mit einem allmählich größer werdenden Angebot an alternativ erzeugten Eiern gerechnet, da dann auch in den anderen Mitgliedstaaten das Verbot der konventionellen Käfighaltung greift.
08.04.2009
Autor:Rosemarie Wilhelm
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