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Optimales Rindfleisch im Grünland und Almgebiet

Fleischerzeugung aus Raufutter ist im Grünlandgebiet ökologisch und ökonomisch sinnvoll und trägt auch dazu bei, die Abhängigkeit vom Futtermittelmarkt zu reduzieren. Ein sehr gutes Beispiel ist das Schweizer Vermarktungskonzept "meilibeef".
© www.meilibeef.ch
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Dipl.-Ing. Eric Meili vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) Schweiz betreut das Projekt "Feed no Food", bei dem unter anderem die kraftfutterfreie Ausmast der Jungrinder in der Mutterkuhhaltung auf Grünland etabliert wird. Er ist seit 25 Jahren landwirtschaftlicher Berater, acht davon in der praktischen Rindfleischforschung. Auf Basis seiner Forschungsarbeit hat Eric Meili ein erfolgreiches Vermarktungskonzept entwickelt. Oberstes Ziel von "meilibeef" ist, höchste Rindfleischqualität aus dem Grünland sowie aus der Region zu einem erschwinglichen Preis zu erzeugen.

Die Qualitätsfrage begleitet (nicht nur) die biologische Landwirtschaft von Anfang an. Die Weide leistet zur Qualität und zum Image der Landwirtschaft einen großen Beitrag und hat ein großes Potenzial. Für den informierten und aufgeschlossenen Konsumenten bedeutet Lebensmittelqualität heute etwas anderes als noch vor einigen Jahren. Gerade bei Fleisch will man genau wissen, woher es kommt, wie es erzeugt wurde und welche Wege es bis zum Verbraucher genommen hat.

Mutterkuhhaltung und Weidemast

So wie der Verbraucher im Weidefleisch seine Qualitätsvorstellungen zu finden erhofft, gibt es auch Qualitätskriterien für den Rinderhalter, der Weidemast betreibt. Im Vordergrund steht die Wirtschaftlichkeit der Produktion, die erreicht wird, wenn mit möglichst wenig Aufwand ein hoher Ertrag erzielt werden kann. Dies wird unter anderem erreicht durch kostengünstige und tiergerechte Haltung, arbeitswirtschaftliche Optimierung von Fütterung, Weidesystem und Erreichen eines optimalen Ausmastgrades.
 
Die Mutterkuhhaltung setzt eine gute bis sehr gute Futtergrundlage voraus. Zumindest 50% des Grundfutters müssen auch am Mutterkuhbetrieb eine sehr gute Qualität aufweisen und eine hohe hygienische Qualität haben. Dies setzt neben einer guten Führung des Pflanzenbestandes und sauberer Ernte auch eine optimale Futterkonservierung und Futtervorlage voraus.

Die Weide liefert bei passenden Betriebgegebenheiten das preiswerteste Futtermittel. Dabei muss natürlich auf gutes Weidemanagement und hohe Weidefutterqualität Wert gelegt werden. Die Verfütterung von Kraftfutter an Mutterkühe ist nicht sinnvoll und wirtschaftlich sowie auch bei üblichen Fütterungs- und Haltungsbedingungen nicht erforderlich.

Eric Meili ist überzeugt: "In Zeiten der Hungersnot ist es unverantwortlich, einem Wiederkäuer Kraftfutter (Getreide, Soja) zu füttern und dadurch die Ernährung des Menschen zu konkurrenzieren."

Rassen und Kreuzungen

Bei der Auswahl der Rassen stehen für Eric Meili das optimale Wachstum des Kalbes und eine hervorragende Fleischqualität im Vordergrund. Die Kreuzung milchbetonter Muttertiere mit fleischbetonten Rassen bewirkt einen positiven Kreuzungseffekt. Die Nachkommen sind in ihrer Leistung über dem Elternmittelwert. Durch die Kreuzung milchbetonter Rassen mit fleischbetonten Rassen kann eine bessere Schlachtleistung erzielt werden.

Für Österreich ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass bei der Meldung der Mutterkühe die Fleischrasse als Hauptrasse (1. Rasse) genannt werden muss. Entsprechen diese F1-Kühe zudem auch phänotypisch einer Fleischrasse, so können diese Tiere, unter Berücksichtigung eines vom Tierarzt ordnungsgemäß ausgefüllten Besamungsscheins (dient als Nachweis) auch als prämienfähige Mutterkühe eingestuft werden.

Eric Meilis Mutterkühe sind eine Kreuzung aus einer Milchrasse mit der Mastrasse Aberdeen Angus. Der Vater der Kälber ist im meilibeef-Programm ein reinrassiger Limousin-Stier.
02.02.2012
Autor:Dipl.-Ing. Johanna Grojer, Biozentrum Kärnten
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