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Nutzung senkt CO2-Emissionen

Stefan Zwettler, Leiter der Forstabteilung, erklärt die Forderungen der Landwirtschaftskammer. Umsetzung der österreichischen Klimastrategie senkt Emissionen um 18 Prozent.
Stefan Zwettler  Leiter der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Steiermark und Geschäftsführer des Waldverbandes Steiermark © Furgler
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Stefan Zwettler, Leiter der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Steiermark und Geschäftsführer des Waldverbandes Steiermark © Furgler
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Stefan Zwettler, Leiter der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Steiermark und Geschäftsführer des Waldverbandes Steiermark © Furgler
Stefan Zwettler  Leiter der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Steiermark und Geschäftsführer des Waldverbandes Steiermark © Furgler
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Die international diskutierte Kohlenstoffmaximierung im Wald steht in krassem Widerspruch zu einer Verringerung von CO2-Emissionen. Die Kohlenstoffaufnahme und der Zuwachs erreichen in jedem Fall eine natürliche Obergrenze. Richtig ist viel mehr, dass unbewirtschaftete Wälder durch den Zerfall von Holz und verrottender Biomasse Kohlendioxid freisetzen. Jede verordnete Nutzungseinschränkung steht in Widerspruch zur Nutzungsmöglichkeit des Rohstoffes Holz und der Biomasse und ist eine empfindliche Eigentumseinschränkung.
Eine mit der geforderten Landnutzungsänderung verbundene verpflichtende Bilanzierung würde einen enormen Verwaltungsaufwand mit sich ziehen und ließe die Erhebungskosten explodieren. Die Unsicherheiten, die sich aus einer Bilanzierung ergeben, liegen laut Schätzungen weit über 35 Prozent. Es geht so weit, dass nicht erfüllte Klimaziele den Verursachern, also den Waldbesitzern angelastet werden sollen.
Eine gezielte, verantwortungsvolle, nachhaltige Holznutzung hilft dem Weltklima in dreifacher Form. Die wertvolle Leistung des Waldes als Kolendioxid-Senke wird erhöht. Durch die verstärkte Verwendung von Holz werden andere Stoffe ersetzt, die sonst Kohlendioxid entstehen lassen. Verwendet man einen Festmeter Holz statt Beton, spart man zwei Tonnen Kohlendioxid ein. Eine Tonne wird gespeichert, eine Tonne vermieden. Schließlich wird mit Ende des Verwendungs-Zyklus durch eine energetische Verwertung noch einmal Fossil-Energie ersetzt. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Vorteile der Einsparung von fossilen Kohlenstoffquellen und Materialien mit hoher grauer Energie nicht den Produzenten von Biomasse, sondern anderen Sektoren wie Energie und Wirtschaft angerechnet werden.
Statt der zweifelhaften Idee zielführende Klimamaßnahmen durch eine Speichermaximierung weiter hinauszögern zu können (Lulucf), sollten –ähnlich wie in Schweden seit dem Jahr 1997 – CO2-Steuern auf fossile Energie eingeführt werden. Eine ehrliche, nachhaltige internationale Klimapolitik, kann nur auf eine Treibhausgas-Reduktion aus fossilen Quellen ausgerichtet sein. Dazu ist eine konsequente und kontinuierliche Entwicklung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft notwendig. Kohlenstoffintensive Materialien aus fossiler Energie durch Holz und Biomasse aus nachhaltiger Waldwirtschaft zu ersetzen, hilft die Folgen des Klimawandels zu mildern.
Allein die Umsetzung der „Österreichischen Klimastrategie“ würde die Emissionen hierzulande um insgesamt 18 Prozent senken. Ein Alleingang der EU hinsichtlich der Reduktionsverpflichtungen, die an der weltweiten Treibhausgasemission mit elf Prozent beteiligt ist, würde eine krasse Wettbewerbsverzerrung bedeuten. Vielmehr müssen alle Bemühungen intensiviert werden, um weltweit gültige, verbindliche Reduktionsziele unter Einbeziehung der USA, China und Indien festzulegen.
25.04.2012
Autor:Stefan Zwettler
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