Die Zeit wird knapp. Bis 14. Dezember muss Österreich auf die von der EU angestrengten Klage hinsichtlich der Natura 2000-Gebietsausweisung in den Niederen Tauern reagieren. Ansonsten drohen Strafzahlungen von mehr als 100.000 Euro pro Tag. Daher will die zuständige Naturschutzabteilung es Landes Steiermark das Problem rasch "erledigen". "Schlimmstenfalls ist sogar mit einer Ausweisung von 138.000 Hektar zur rechnen", kritisiert Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Hans Resch heftig. Und weiter: "Für die Grundbesitzer in den Niederen Tauern sind aber maximal 101.000 Hektar akzeptabel".
Gespräche in Ramsau
Resch kämpft daher für die niedrigere Flächenausweisung, die auch für die Besitzer noch erträglich ist. Erst kürzlich hat er in seiner Funktion als Vorsitzender der Plattform Forst-Holz-Papier (FHP) alle namhaften Vertreter der Holzwertschöpfungskette - Holzverarbeitende Industrie (Säge, Papier, Platte) - zu Gesprächen in die Ramsau eingeladen, bei denen das Thema Natura 2000 zentral behandelt wurde. Mit dabei war auch das Unternehmen Lenzing, das Textilien aus dem Rohstoff Holz herstellt.
Rückenwind aus Brüssel
Rückenwind für die Grundbesitzer kam bei diesen hochkarätigen Gesprächen sogar aus Brüssel. So betonte Robert Flies, Vizechef der für Natura 2000 zuständigen EU-Generaldirektion Natur und Umwelt, der auf Initiative von Resch in die Ramsau kam: "In Natura 2000-Fragen haben die Nationalstaaten einen großen Ermessensspielraum." Flies weiter: "Überlasst die forstpolitischen Natura 2000-Bedingungen nicht nur den Naturschützern. Oft wird die EU von Naturschutzorganisationen instrumentalisiert, um vermeintliche Naturschutzanliegen der Nationalstaaten durchzusetzen."
Heftige Kritik
Und genau hier setzt die heftige Kritik des Vizepräsidenten an. Denn die von der Naturschutzabteilung des Landes Steiermark nach Brüssel gemeldeten 138.000 Hektar an Natura 2000-Flächen in den Niederen Tauern sei nicht korrekt erfolgt. Die Naturschutzabteilung habe die gemeldete Fläche nicht nach wissenschaftlich-ornithologischen Kriterien bewertet. Die Flächenmeldung nach Brüssel sei daher falsch: Man habe als Fleißaufgabe einfach 138.000 Hektar nach Brüssel gemeldet. Und erst jetzt - nach jahrelangem massivem Widerstand durch die Grundbesitzer und Kammer - wolle die Naturschutzabteilung Beweise für diese zu groß ausgewiesene Fläche erbringen, so Resch.
Zweiter massiver Kritikpunkt ist, dass bei der nachträglichen Beweisführung nicht nach tatsächlichen Schutzgütern - also nach Hasel-, Birk- und Auerhuhn, verschiedenen Käuzen und Spechtarten gesucht werde - sondern nach deren Lebensräumen. Also danach, ob die Flächen außerhalb! der 101.000 Hektar überhaupt als Lebensraum dieser Tiere möglich wäre. Das könnte er wirklich sein, weil die dortigen Buchen- und Eichenwälder Heimat für die Tiere bieten.
Mängel: Gebietsmeldung
Doch der Vizepräsident gibt nicht auf. Er pocht auf Mängel bei der Gebietsmeldung. Daher sei die Natura-2000 Fläche in den Niederen Tauern auf 101.000 Hektar zu beschränken. Und er verlangt, dass nach Schutzgütern innerhalb der 101.000 Hektar gesucht werde. Schon zu Vegetationsbeginn werde man den EU-Umweltkommissar zu einem Lokalaugenschein einladen.
Gespräche in Ramsau
Resch kämpft daher für die niedrigere Flächenausweisung, die auch für die Besitzer noch erträglich ist. Erst kürzlich hat er in seiner Funktion als Vorsitzender der Plattform Forst-Holz-Papier (FHP) alle namhaften Vertreter der Holzwertschöpfungskette - Holzverarbeitende Industrie (Säge, Papier, Platte) - zu Gesprächen in die Ramsau eingeladen, bei denen das Thema Natura 2000 zentral behandelt wurde. Mit dabei war auch das Unternehmen Lenzing, das Textilien aus dem Rohstoff Holz herstellt.
Rückenwind aus Brüssel
Rückenwind für die Grundbesitzer kam bei diesen hochkarätigen Gesprächen sogar aus Brüssel. So betonte Robert Flies, Vizechef der für Natura 2000 zuständigen EU-Generaldirektion Natur und Umwelt, der auf Initiative von Resch in die Ramsau kam: "In Natura 2000-Fragen haben die Nationalstaaten einen großen Ermessensspielraum." Flies weiter: "Überlasst die forstpolitischen Natura 2000-Bedingungen nicht nur den Naturschützern. Oft wird die EU von Naturschutzorganisationen instrumentalisiert, um vermeintliche Naturschutzanliegen der Nationalstaaten durchzusetzen."
Heftige Kritik
Und genau hier setzt die heftige Kritik des Vizepräsidenten an. Denn die von der Naturschutzabteilung des Landes Steiermark nach Brüssel gemeldeten 138.000 Hektar an Natura 2000-Flächen in den Niederen Tauern sei nicht korrekt erfolgt. Die Naturschutzabteilung habe die gemeldete Fläche nicht nach wissenschaftlich-ornithologischen Kriterien bewertet. Die Flächenmeldung nach Brüssel sei daher falsch: Man habe als Fleißaufgabe einfach 138.000 Hektar nach Brüssel gemeldet. Und erst jetzt - nach jahrelangem massivem Widerstand durch die Grundbesitzer und Kammer - wolle die Naturschutzabteilung Beweise für diese zu groß ausgewiesene Fläche erbringen, so Resch.
Zweiter massiver Kritikpunkt ist, dass bei der nachträglichen Beweisführung nicht nach tatsächlichen Schutzgütern - also nach Hasel-, Birk- und Auerhuhn, verschiedenen Käuzen und Spechtarten gesucht werde - sondern nach deren Lebensräumen. Also danach, ob die Flächen außerhalb! der 101.000 Hektar überhaupt als Lebensraum dieser Tiere möglich wäre. Das könnte er wirklich sein, weil die dortigen Buchen- und Eichenwälder Heimat für die Tiere bieten.
Mängel: Gebietsmeldung
Doch der Vizepräsident gibt nicht auf. Er pocht auf Mängel bei der Gebietsmeldung. Daher sei die Natura-2000 Fläche in den Niederen Tauern auf 101.000 Hektar zu beschränken. Und er verlangt, dass nach Schutzgütern innerhalb der 101.000 Hektar gesucht werde. Schon zu Vegetationsbeginn werde man den EU-Umweltkommissar zu einem Lokalaugenschein einladen.
![[1282905821_5.jpg]](http://cdn.agrarnet.info/lko2/mmedia/image//2010.08.27/1282905821_5.jpg?1332928603)
![[1282905821_1.jpg]](http://cdn.agrarnet.info/lko2/mmedia/image//2010.08.27/1282905821_1.jpg?1332928603)