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Misteln stetig entfernen

In den letzten Jahren hat sich die Mistel in Streuobstbeständen und an Laubgehölzen stark ausgebreitet.
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Die Weißbeerige Mistel (Viscum album), die auf den Ästen von Laubbäumen sitzt und Wasser und die darin gelösten Nährstoffe aus dem Holzteil entzieht, ist ein immergrüner Halbschmarotzer. Im Laufe der Jahre können die Misteln zu kugeligen Büscheln mit bis zu einem Meter Durchmesser heranwachsen. An den Enden der gleichmäßig gabelig verzweigten Sprosse der Mistel sitzen ledrige Blätter, die einjährig oder mehrjährig sein können.

Die Früchte der Weißen Mistel sind weiße, ein- bis zweisamige runde Scheinbeeren. Die Samen sind von einem zähen, schleimig- klebrigen Fruchtfleisch umgeben, wodurch die Verbreitung der Mistel durch Vögel (Verdauungsverbreitung) ermöglicht wird. Aber auch das Abstreifen der klebrigen Samen von den Schnäbeln der Vögel an Ästen kann zur Verbreitung beitragen. Die Keimlinge dringen mit Hilfe von Enzymen in die Wirtspflanze ein und versorgen sich so mit Wasser und Nährstoffen. Meist geht die Verbreitung dort schnell voran, wo bereits Mistelpflanzen Bäume befallen haben.

Bekämpfung durch Wegschneiden

Die Bekämpfung kann nur durch Wegschneiden der Mistel erfolgen, wobei darauf geachtet werden muss, dass befallene Stellen mindestens 20 bis 30 cm ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.

Wird zu wenig zurückgeschnitten, können die Haustorien (Saugorgane zur Nährstoffaufnahme) wieder austreiben. Daher ist der Schnitt ordnungsgemäß durchzuführen und auf Neuaustriebe zu achten, die so rasch als möglich zu entfernen sind.

08.03.2012
Autor:Ing. Siegfried Quendler, LK Kärnten
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