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Kürbiskernöl: Irreführende Kennzeichnung stoppen

Vorstoß von Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski: Konsumenten-Täuschung muss gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden. Auf dem Etikett muss künftig draufstehen, woher die Kerne kommen.
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Original und Kopien. Das von der EU geschützte Steirische Kürbiskernöl g.g.A. (geschützte geographische Angabe) und Kürbiskernöl sind zwei verschiedene Produkte. In Flaschen mit der Banderole "Steirisches Kürbiskernöl g.g.A." ist garantiert heimisches Kernöl drinnen. Während das Original nachvollziehbar aus heimischen Kernen hergestellt wird, suggerieren Kernöl-Kopien die steirische Herkunft, obwohl die Kerne aus aller Welt (überwiegend aus Ungarn, Russland, China) kommen können.
 
Wlodkowski-Vorstoß für zusätzliche Kennzeichnung: Herkunftsland der Kerne auf Etikett mit einen Blick erkennen. Daher macht Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski einen Vorstoß für eine eindeutige Zusatz-Kennzeichnung: "Dieser Täuschung muss ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben werden. Auf der Flasche muss draufstehen, was drinnen ist. Die Konsumenten haben ein Recht auf eindeutige Kennzeichnung". Und er konkretisiert: "Auf dem Etikett muss künftig stehen, woher die Kerne kommen, das Herkunftsland der Kerne muss auf einen Blick erkannt werden können. Das ist eine wichtige Entscheidungshilfe für die Konsumenten". Auch von der Gastronomie verlangt der Kammerpräsident eine eindeutige Kennzeichnung.
 
Labugger, Obmann der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl: Ausreichend heimische Kerne. "Heuer haben die steirischen Kürbisbauern den Anbau um rund 2000 Hektar auf 12.500 Hektar ausgeweitet. Bei einer entsprechenden Witterung könnte dies eine Mehrproduktion von 450.000 bis 500.000 Litern ergeben", betont Franz Labugger, Obmann der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl, der 1700 Produzenten angehören. Und weiter: Bei einer entsprechenden Nachfrage und gerechten Kürbiskern-Preisen, könnte in der Steiermark die Anbaufläche auf 20.000 bis 25.000 Hektar verdoppelt werden". Importkerne aus China oder Russland sind um bis zu 50 Prozent billiger und werden zu fragwürdigen sozialen und produktionsbezogenen Standards hergestellt. Labugger unterstreicht daher: "Den heimischen Kürbiskern-Produzenten muss ein gerechter Preis für heimische Kürbiskerne bezahlt werden, sie können nicht zu osteuropäischen oder chinesischen Preisen produzieren. Kurzum: Mit einem Stundenlohn von fünf bis 30 Cent können wir unsere Existenz nicht sichern".
 
Glawogger: Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. ist 100prozentig reines Kernöl aus heimischen Kernen. "Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. ist eine von der EU geschützte, regionale Spezialität. Die Kerne dürfen nur in einem definierten Gebiet - überwiegend in der Steiermark und kleinflächig im Burgenland und Niederösterreich - angebaut werden. Außerdem dürfen die Kerne nur in steirischen und einigen burgenländischen Ölmühlen gepresst werden. Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. ist somit 100prozentig reines Kernöl aus heimischer Herkunft", betont Bernhard Glawogger, Geschäftsführer der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl. Das Original ist an der weiß-grünen Banderole "Steirisches Kürbiskernöl g.g.A." mit fortlaufender Kontrollnummer erkennbar.
 
Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.: Strenges Kontrollsystem. Auf Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. kann man vertrauen. In Flaschen, die die weiß-grüne Banderole "Steirisches Kürbiskernöl g.g.A." tragen, ist garantiert heimisches Kernöl drinnen. Ein strenges Kontrollsystem vom Acker bis zum Ladentisch stellen die heimische Produktion und Verarbeitung sicher. Glawogger: "Jeder Kürbisacker, jedes Kilogramm geernteter Kerne und jede Flasche Öl werden erfasst und mit der Banderole mit fortlaufender Kontrollnummer versehen. Das gesamte Kontrollsystem wird zusätzlich von einer unabhängigen, staatlich akkreditierten Kontrollstelle überprüft". Dazu sind die Firmen Lacon und SGS berechtigt. Die Mitgliedsbetriebe der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl werden von der Firma Lacon kontrolliert.
 
Downloads zum Thema
  • Banderole sichert das Original.pdf
  • Kernöl_Zahlen und Fakten.pdf
05.06.2009
Autor:Klaus Perscha
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