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Krankheiten bei Energieholz

Rindenbrand bei Pappel womöglich Folge von Blattrost. Züchtung macht Fortschritte. In ­nassen ­Sommern auf ­Blattrost ­kontrollieren.
© Krug
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© Krug
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Mittlerweile hat die Anbaufläche für Energieholz wieder deutlich zugenommen. Die Nachfrage nach fester Biomasse hat insbesondere im vergangenen Winter gezeigt, dass viele Heizwerke mit der Holzversorgung zu kämpfen hatten. Mit der gestiegenen Anbaufläche ist aber auch der Erfahrungsschatz im Hinblick auf Probleme im Energieholzanbau größer geworden. Während in der Steiermark schon nach dem Winter 2009/10 größere Austriebsprobleme, besonders bei Pappel, aufgetreten sind, hat sich dieses Problem in Niederösterreich und auf einigen steirischen Flächen auch heuer wiederholt.
Blattrost bei Pappel mit orangefarbenen Pusteln © Karl Mayer
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Blattrost bei Pappel mit orangefarbenen Pusteln © Karl Mayer
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Blattrost bei Pappel mit orangefarbenen Pusteln © Karl Mayer
Blattrost bei Pappel mit orangefarbenen Pusteln © Karl Mayer
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Ursache noch nicht eindeutig

Eine eindeutige Ursache für das Absterben von Pappelbäumen durch den Erreger des Rindenbrandes gibt es zwar noch nicht, aber vieles deutet darauf hin, dass die hohen Regenfälle der vergangenen Jahre zu einem verstärkten Auftreten von Blattrost geführt haben. Dieser frühe Befall mit Blattrost hat wiederum einen vorzeitigen Laubfall eingeläutet (erste Fälle sind bereits im Juli dokumentiert), womit zu wenige Assimilate wie Zucker und andere Photosyntheseprodukte, in die Wurzel eingelagert wurden.
Rindenbrand bei Pappel erkennbar an den Astansätzen. © Karl Mayer
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Rindenbrand bei Pappel erkennbar an den Astansätzen. © Karl Mayer
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Rindenbrand bei Pappel erkennbar an den Astansätzen. © Karl Mayer
Rindenbrand bei Pappel erkennbar an den Astansätzen. © Karl Mayer
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Geschwächte Pflanzen

Derart geschwächte Pflanzen waren damit empfänglich für eine Infektion mit dem Schwächeparasit "Rindenbrand". Der frühe Laubfall durch Blattrost, welcher auch bei Weide auftreten kann, bewirkt, dass es an den Ansatzstellen des Laubes zu Verkahlungen in der folgenden Vegetationsperiode kommen kann. Im schlimmeren Fall sind die offenen Stellen Pforten für Infektionen, wie den Rindenbrand. Aufgrund der Erfahrungen des Jahres 2010 haben Versuche mit Fungiziden sehr gute Bekämpfungserfolge gebracht. Versuchsflächen, die mit einem Blattrostmittel behandelt wurden, haben praktisch keine Ausfälle durch den Rindenbrand gezeigt. Aus diesem Grund hat die Abteilung Pflanzenbau für die Behandlung gegen Blattrost bei Weide und Pappel eine Lückenindikation mit dem Präparat Prosaro beantragt.
Rindenbrand bei Pappel erkennbar am Stock © Karl Mayer
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Rindenbrand bei Pappel erkennbar am Stock © Karl Mayer
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Rindenbrand bei Pappel erkennbar am Stock © Karl Mayer
Rindenbrand bei Pappel erkennbar am Stock © Karl Mayer
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Ein weiterer Lösungsansatz gegen Blattrost ist natürlich die Resistenzzüchtung. Auch diesbezüglich sind einige Sorten, sowohl bei Weide als auch besonders bei Pappel, positiv in unseren Versuchen aufgefallen. Die neue Pappelsorte AF 7 zeigt gegenüber Blattrost bis dato eine sehr hohe Resistenz. Es gebe zwar noch bessere Sorten, aber diese sind derzeit noch nicht am Markt verfügbar. Für die Zukunft gibt es auf alle Fälle eines zu beachten, nämlich ab Juli die Bestände, insbesondere Pappel, auf den Befall von Blattrost zu kontrollieren. Besonderes Augenmerk gilt Beständen in Waldnähe oder Gegenden mit hohen Niederschlägen in den Monaten Juli und August. Die lange Blattnässe oder verzögerte Abtrocknung in Waldnähe begünstigt den Befall mit Blattrost. Sind andere Stressfaktoren vorhanden, die eine schlechte Wurzelbildung bedingen, dann verschärft sich die Situation nochmals. Dies kann auf staunassen Böden oder Standorten mit schlechter Nährstoffversorgung und niedrigem pH-Wert der Fall sein. Aus diesem Grund kann nur nochmals unterstrichen werden, dass eine Bodenuntersuchung vor der Anlage unumgänglich ist.

Flurbegehungen

Weitere wesentliche Neuerung zum Thema Energieholzanbau und Pflege erfahren Sie bei den alljährlich stattfindenden Energieholzflurbegehungen in der Steiermark. Die entsprechenden Termine finden Sie, wenn sie dem Link am Ende der Seite folgen.
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11.07.2011
Autor:Karl Mayer
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