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Gerade der fünf- und mehrjährige Umtrieb mit Pappel hat in der Steiermark in den vergangenen Jahren am stärksten zugenommen. Gründe dafür, wie nicht anders zu erwarten, sind die trockenere Ware im Vergleich zu kürzeren Umtrieben zum Verbrennen am eigenen Betrieb oder einem nahe gelegenen Heizwerk. Die Energie Steiermark steht auch als Abnehmer von Energieholz aus fünf- und mehrjährigem Umtrieb für ihre Heizwerke bereit. Das Potenzial ist in der Steiermark, aufgrund der Eignung dieser Kurzumtriebsform für kleine und sehr steile Flächen, beträchtlich. Vorsichtige Schätzungen gehen von 5.000 Hektar und mehr aus.
Produktionstechnik
In der Produktionstechnik hat sich diesbezüglich in den vergangenen Jahren ebenfalls sehr viel getan. Es hat sich beispielsweise die Pflanzung mit zwei Meter langen Ruten durchgesetzt, obwohl die Kosten im Vergleich zu 20 Zentimeter langen Steckhölzern wesentlich höher liegen. Dafür sind einerseits die leichtere Pflege, sprich frühe chemische Unkrautbekämpfung mit einem nicht-systemischen Totalherbizid an der Basis der Rute, und die deutlich höheren Erträge der Rutenpflanzung im Vergleich zu kürzeren Steckhölzern verantwortlich.
Pflanzenschutz
Eine große Herausforderung war im heurigen Jahr die Bekämpfung von Blattrost. Durch den frühen Befall konnte es zu einem vorzeitigen Blattfall kommen, welcher die Wuchsleistung negativ beeinflusst. Durch die Verfügbarkeit von neuen Sorten mit verbesserter Rostresistenz für das kommende Anbaujahr hat die Züchtung einen bedeutenden Schritt in eine noch bessere Ertragsleistung mit weniger Aufwand geschaffen. Im schlimmsten Fall hätte sich nämlich nur eine Fungizidbehandlung, die noch auf ihre Registrierung wartet, als Lösung angeboten.
Bodenuntersuchung
Vor der Anlage einer Energieholzfläche muss eine Bodenuntersuchung erfolgen. Flächen mit weniger als pH-Wert 5,5 sind ohne vorherige Aufkalkung für die Anlage ungeeignet. Ebenfalls bedeutend ist eine minimale Phosphorversorgung, welche auch vor der Anlage in Wurzelnähe, sprich bis 20 Zentimeter Tiefe, in Ordnung gebracht werden sollte. Die Phosphorversorgung muss auf mindestens Versorgungsstufe B gebracht werden.
Pflanzenzahl bei mehrjährigem Umtrieb
Für die optimale Ertragsbildung spielen der Pflanzverband und die Pflanzenzahl je Hektar eine entscheidende Rolle. Für die allfällige Pflege ist allerdings die Reihenweite bereits auf mindestens 2,8 Meter begrenzt, um mit einem mittleren Traktor zwischen den Reihen durchzukommen, was in der Anwuchsphase bei Mulch und Bodenlockerungsmaßnahmen öfters der Fall sein kann. Mehr als 3,0 Meter sollte der Reihenabstand nicht betragen, um nicht unnötig Fläche zu vergeuden. In der Reihe kann die Distanz zwischen 1,8 Meter und 2,0 Meter variieren. Auf diese Weise können zwischen 1.666 und 1.984 Pflanzen je Hektar stehen. Es ist jedoch zu beachten, dass laut landwirtschaftlichem Betriebsflächenschutzgesetz bei Baumhöhen von über acht Meter sich der Mindestabstand zum benachbarten Grundstück auf über vier Meter in Abhängigkeit von der tatsächlichen Baumhöhe erweitert. Ein Lösungsansatz in diesem Fall wäre, dass die grenznahen Baumreihen bereits ab einer Wuchshöhe von acht Meter früher geerntet werden.
Meldung erhält Status
Mit der Anlage eines Kurzumtriebes auf Acker- oder Grünlandflächen bleibt derselbige Status nur durch eine Meldung an die Bezirkshauptmannschaft erhalten. Es wird daher empfohlen, innerhalb des ersten Wuchsjahres eine diesbezügliche Meldung zu machen.
Zwei- und dreijährig
Im Gegensatz zum fünf und mehrjährigen Umtrieb, sind die zwei- und dreijährigen Umtriebe bei Pappel und Weide nur mit einem Vollernter auf maximal mäßig geneigten Flächen sinnvoll. Der große Vorteil dieser sehr kurzen Umtriebe ist, dass die Erntekosten deutlich niedriger sind als bei den mitunter händisch zu erntenden Beständen. Auch die Ertragserwartung ist, bedingt durch die höhere Pflanzenanzahl je Hektar, höher als beim mehrjährigen Umtrieb. Aufgrund der hohen Erntefeuchtigkeit von bis zu 60% kann diese Ware nicht in kleinen Feuerungsanlagen verheizt werden. Es empfiehlt sich daher einen Vertrag abzuschließen, beispielsweise mit der Energie Steiermark, in dem die langfristige Abnahme zu einem fixen Preis mit jährlicher Indexanpassung garantiert wird.
Pflanzenzahl Pappel
Die Pflanzenzahl bei Pappel sollte zwischen 6.666 und 8.000 Pflanzen je Hektar betragen. Die niedrige Zahl ergibt sich bei einer Reihenweite von drei Meter und die höhere aus einer Reihenweite von 2,5 Meter. In der Reihe wird mit generell 0,5 Meter gepflanzt, um der Baumentwicklung keinen unnötigen Stress auszusetzen. Gepflanzt wird ein derartiger Bestand maschinell von der Firma Probstdorfer Saatzucht in Niederösterreich. Eine händische Pflanzung ist zwar möglich, sie wird auf größeren Flächen jedoch äußerst aufwendig. Zudem ist die Qualität der maschinellen Pflanzung mit dem besagten Gerät einfach besser (besserer Sitz des Stecklings in der Erde). Die praktischen Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine höhere Pflanzenanzahl bei Pappel höhere Ersterträge liefert.
Pflanzenzahl Weide
Dies ist bei Weide ohnedies kein Problem, weil hier, bedingt durch die billigeren Stecklinge, mindestens 14.000 bis maximal 16.000 Stecklinge in Doppelreihe (0,75 Zentimeter Abstand) ausgesteckt werden. Die Reihenweite wird bei Weide auf 2,2 bis 2,8 Meter reduziert. Ab der zweiten Ernte kommt allerdings die Verzweigungsfähigkeit der Pappel voll zum Tragen, womit dann die höheren Erträge mit Steigerungen von etwa 50% ins Haus stehen.
Pflege und Unkraut
Die bis dato größten Probleme bei der Anlage von Kurzumtrieb sind, wie beim fünfjährigen Umtrieb, die ungünstigen Nährstoffversorgungen im Boden mit Phosphor (mindestens Versorgungsstufe B) und Kalk (mindestens pH-Wert 5,5), weshalb vor Anlage eine Bodenuntersuchung notwendig ist. Auch der Pflegebedarf wird manchmal unterschätzt. Nach der Pflanzung wird, wie beim mehrjährigen Umtrieb, eine chemische Herbizidspritzung im Vorauflauf durchgeführt.
Sensible Phase
Dann kommt eine sehr sensible Zeit bis zu einer Wuchshöhe von ein bis 1,2 Meter, weil in dieser Phase eine allfällige Verunkrautung nur mit wenigen Herbiziden begegnet werden kann. Deshalb muss in dieser Zeit sorgsam beobachtet werden und rechtzeitig, also bei noch kleinem Unkrautwuchs, mit mechanischer oder im schlimmsten Fall händischer Pflege nachgeholfen werden. Über der besagten Wuchshöhe kann schon mit Basta (nicht-systemisches Totalherbizid) eine Unterblattspritzung durchgeführt werden. Dabei sollte der Baumzustand trocken sein und basisnah mit Abdriftschutz erfolgen.
Neue Sorten kommen
Ab dem kommenden Jahr ist mit neuen blattrostresistenteren Pappelsorten mit höheren Erträgen zu rechnen. Blattrost ist sowohl bei Pappel als auch bei Weide dann ein Problem, wenn die Infektion bereits früh, also im Juli oder Anfang August, auftritt. Eine genaue Vorstellung der Sorten zusammen mit wesentlichen praktischen Tipps und Neuerungen erfahren Interessierte bei den Energieholzfachtagen.
Produktionstechnik
In der Produktionstechnik hat sich diesbezüglich in den vergangenen Jahren ebenfalls sehr viel getan. Es hat sich beispielsweise die Pflanzung mit zwei Meter langen Ruten durchgesetzt, obwohl die Kosten im Vergleich zu 20 Zentimeter langen Steckhölzern wesentlich höher liegen. Dafür sind einerseits die leichtere Pflege, sprich frühe chemische Unkrautbekämpfung mit einem nicht-systemischen Totalherbizid an der Basis der Rute, und die deutlich höheren Erträge der Rutenpflanzung im Vergleich zu kürzeren Steckhölzern verantwortlich.
Pflanzenschutz
Eine große Herausforderung war im heurigen Jahr die Bekämpfung von Blattrost. Durch den frühen Befall konnte es zu einem vorzeitigen Blattfall kommen, welcher die Wuchsleistung negativ beeinflusst. Durch die Verfügbarkeit von neuen Sorten mit verbesserter Rostresistenz für das kommende Anbaujahr hat die Züchtung einen bedeutenden Schritt in eine noch bessere Ertragsleistung mit weniger Aufwand geschaffen. Im schlimmsten Fall hätte sich nämlich nur eine Fungizidbehandlung, die noch auf ihre Registrierung wartet, als Lösung angeboten.
Bodenuntersuchung
Vor der Anlage einer Energieholzfläche muss eine Bodenuntersuchung erfolgen. Flächen mit weniger als pH-Wert 5,5 sind ohne vorherige Aufkalkung für die Anlage ungeeignet. Ebenfalls bedeutend ist eine minimale Phosphorversorgung, welche auch vor der Anlage in Wurzelnähe, sprich bis 20 Zentimeter Tiefe, in Ordnung gebracht werden sollte. Die Phosphorversorgung muss auf mindestens Versorgungsstufe B gebracht werden.
Pflanzenzahl bei mehrjährigem Umtrieb
Für die optimale Ertragsbildung spielen der Pflanzverband und die Pflanzenzahl je Hektar eine entscheidende Rolle. Für die allfällige Pflege ist allerdings die Reihenweite bereits auf mindestens 2,8 Meter begrenzt, um mit einem mittleren Traktor zwischen den Reihen durchzukommen, was in der Anwuchsphase bei Mulch und Bodenlockerungsmaßnahmen öfters der Fall sein kann. Mehr als 3,0 Meter sollte der Reihenabstand nicht betragen, um nicht unnötig Fläche zu vergeuden. In der Reihe kann die Distanz zwischen 1,8 Meter und 2,0 Meter variieren. Auf diese Weise können zwischen 1.666 und 1.984 Pflanzen je Hektar stehen. Es ist jedoch zu beachten, dass laut landwirtschaftlichem Betriebsflächenschutzgesetz bei Baumhöhen von über acht Meter sich der Mindestabstand zum benachbarten Grundstück auf über vier Meter in Abhängigkeit von der tatsächlichen Baumhöhe erweitert. Ein Lösungsansatz in diesem Fall wäre, dass die grenznahen Baumreihen bereits ab einer Wuchshöhe von acht Meter früher geerntet werden.
Meldung erhält Status
Mit der Anlage eines Kurzumtriebes auf Acker- oder Grünlandflächen bleibt derselbige Status nur durch eine Meldung an die Bezirkshauptmannschaft erhalten. Es wird daher empfohlen, innerhalb des ersten Wuchsjahres eine diesbezügliche Meldung zu machen.
Zwei- und dreijährig
Im Gegensatz zum fünf und mehrjährigen Umtrieb, sind die zwei- und dreijährigen Umtriebe bei Pappel und Weide nur mit einem Vollernter auf maximal mäßig geneigten Flächen sinnvoll. Der große Vorteil dieser sehr kurzen Umtriebe ist, dass die Erntekosten deutlich niedriger sind als bei den mitunter händisch zu erntenden Beständen. Auch die Ertragserwartung ist, bedingt durch die höhere Pflanzenanzahl je Hektar, höher als beim mehrjährigen Umtrieb. Aufgrund der hohen Erntefeuchtigkeit von bis zu 60% kann diese Ware nicht in kleinen Feuerungsanlagen verheizt werden. Es empfiehlt sich daher einen Vertrag abzuschließen, beispielsweise mit der Energie Steiermark, in dem die langfristige Abnahme zu einem fixen Preis mit jährlicher Indexanpassung garantiert wird.
Pflanzenzahl Pappel
Die Pflanzenzahl bei Pappel sollte zwischen 6.666 und 8.000 Pflanzen je Hektar betragen. Die niedrige Zahl ergibt sich bei einer Reihenweite von drei Meter und die höhere aus einer Reihenweite von 2,5 Meter. In der Reihe wird mit generell 0,5 Meter gepflanzt, um der Baumentwicklung keinen unnötigen Stress auszusetzen. Gepflanzt wird ein derartiger Bestand maschinell von der Firma Probstdorfer Saatzucht in Niederösterreich. Eine händische Pflanzung ist zwar möglich, sie wird auf größeren Flächen jedoch äußerst aufwendig. Zudem ist die Qualität der maschinellen Pflanzung mit dem besagten Gerät einfach besser (besserer Sitz des Stecklings in der Erde). Die praktischen Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine höhere Pflanzenanzahl bei Pappel höhere Ersterträge liefert.
Pflanzenzahl Weide
Dies ist bei Weide ohnedies kein Problem, weil hier, bedingt durch die billigeren Stecklinge, mindestens 14.000 bis maximal 16.000 Stecklinge in Doppelreihe (0,75 Zentimeter Abstand) ausgesteckt werden. Die Reihenweite wird bei Weide auf 2,2 bis 2,8 Meter reduziert. Ab der zweiten Ernte kommt allerdings die Verzweigungsfähigkeit der Pappel voll zum Tragen, womit dann die höheren Erträge mit Steigerungen von etwa 50% ins Haus stehen.
Pflege und Unkraut
Die bis dato größten Probleme bei der Anlage von Kurzumtrieb sind, wie beim fünfjährigen Umtrieb, die ungünstigen Nährstoffversorgungen im Boden mit Phosphor (mindestens Versorgungsstufe B) und Kalk (mindestens pH-Wert 5,5), weshalb vor Anlage eine Bodenuntersuchung notwendig ist. Auch der Pflegebedarf wird manchmal unterschätzt. Nach der Pflanzung wird, wie beim mehrjährigen Umtrieb, eine chemische Herbizidspritzung im Vorauflauf durchgeführt.
Sensible Phase
Dann kommt eine sehr sensible Zeit bis zu einer Wuchshöhe von ein bis 1,2 Meter, weil in dieser Phase eine allfällige Verunkrautung nur mit wenigen Herbiziden begegnet werden kann. Deshalb muss in dieser Zeit sorgsam beobachtet werden und rechtzeitig, also bei noch kleinem Unkrautwuchs, mit mechanischer oder im schlimmsten Fall händischer Pflege nachgeholfen werden. Über der besagten Wuchshöhe kann schon mit Basta (nicht-systemisches Totalherbizid) eine Unterblattspritzung durchgeführt werden. Dabei sollte der Baumzustand trocken sein und basisnah mit Abdriftschutz erfolgen.
Neue Sorten kommen
Ab dem kommenden Jahr ist mit neuen blattrostresistenteren Pappelsorten mit höheren Erträgen zu rechnen. Blattrost ist sowohl bei Pappel als auch bei Weide dann ein Problem, wenn die Infektion bereits früh, also im Juli oder Anfang August, auftritt. Eine genaue Vorstellung der Sorten zusammen mit wesentlichen praktischen Tipps und Neuerungen erfahren Interessierte bei den Energieholzfachtagen.

