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Bauern tun etwas für den Bienenschutz

Ein Überblick über die Maßnahmen der Bauernschaft für den Schutz der Bienen in der Steiermark.
Kolbenschäden durch Narbenfraß des Maiswurzelbohrers © LK
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Kolbenschäden durch Narbenfraß des Maiswurzelbohrers © LK
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Kolbenschäden durch Narbenfraß des Maiswurzelbohrers © LK
Kolbenschäden durch Narbenfraß des Maiswurzelbohrers © LK
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Problem Maiswurzelbohrer

Betroffen ist die gesamte Steiermark. Die Larven dieses gefährlichen Maisschädlings fressen die Wurzeln, sodass Mais umknickt. Die erwachsenen Käfer wiederum fressen die Narbenfäden und den Pollenstaub – die Befruchtung wird verhindert. Die Maisernte verringert sich um bis zu 50 Prozent. Neonicotinoide sind die einzig wirksamen chemischen Pflanzenschutzmittel im Kampf gegen den Maiswurzelbohrer. Als Beizmittel wird nur extrem wenig Wirkstoff eingesetzt. Beim herkömmlichen Pflanzenschutz sind ein Vielfaches an Wirkstoffmengen notwendig. Bei der Beizung werden auf ein Hektar Mais nur wenige Quadratmeter Maiskornoberfläche behandelt. Die Alternative sind mehrfach notwendige Behandlungen der ganzen Maispflanze.

Kleber: Optimale Haftung

Nach den unprofessionellen Hofbeizen in Deutschland, welche die Bienenmisere durch verlagerten Beizstaub auf angrenzende Kulturen ausgelöst haben, wurde die Hofbeizung verboten. Es wurden Kleber gefunden, welche in professionellen Beizverfahren eine optimale Haftung gewährleisten. Nur Chargen, die den Grenzwert unterschreiten, werden verkauft.

Sägeräte teuer umgerüstet

Um die seitliche Verfrachtung des Beizabriebes zu verhindern, wurde eine Umlenkung des Abluftstromes in Richtung Boden vorgenommen. Mit Deflektoren wurde eine mindestens 90-prozentige Verringerung in den Prüfungen gewährleistet. Die Umrüstsätze wurden verpflichtend montiert und kosteten zwischen 300 und 500 Euro je Gerät.

Anbau: Strenge Kontrollen­

Beim Anbau von insektizidgebeiztem Maissaatgut sind viele Vorschriften einzuhalten. Diese werden von den Organen der Landesregierung während der Maisaussaat vor Ort kontrolliert. Überprüft wird das Vorhandensein eines geprüften Deflektors oder die Anwendungsbedingungen – Windgeschwindigkeit oder Saatkornabdeckung u.a.m.

Verbot nach ­anderen Vorfrüchten

Das Verbot der Maisbeize nach anderen Vorfrüchten hat gerade nach Kürbis durchaus eine kritische Komponente: den Ölkürbis. Die darin abgelegten Eier können im Folgejahr bei der Maisaussaat voll schlüpfen. Weiters können auch Eier ein Jahr im Boden überleben und somit erst im zweiten Jahr nach der Ablage schlüpfen.

Beizverzicht bei Kürbis

Durch diesen freiwilligen Verzicht ist die Bekämpfung von Blattläusen, die das Zucchinigelbmosaikvirus auslösen, nicht mehr möglich. Vor einigen Jahren führte dies zu Ernteeinbußen bis zu 80 Prozent. Aufgrund neuerer, weniger anfälliger Sorten hat man sich letztlich zu diesem für die Kürbisproduzenten riskanten Schritt entschieden.

Verpflichtende Fruchtfolge

Um die Entwicklung des Maiswurzelbohrers möglichst empfindlich zu stören, ist Maisanbau maximal dreimal in vier Jahren zulässig. Mittlerweile mussten aber schon Eiablagen auf Kürbis festgestellt werden, was den Fruchtwechsel in seiner Wirksamkeit reduziert. Weniger Maisanbau verteuert aber die Schweineproduktion erheblich.
Der Air-Wash-Prototyp. Klicken Sie auf das Bild für Details. © Neubauer
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Der Air-Wash-Prototyp. Klicken Sie auf das Bild für Details. © Neubauer
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Der Air-Wash-Prototyp. Klicken Sie auf das Bild für Details. © Neubauer
Der Air-Wash-Prototyp. Klicken Sie auf das Bild für Details. © Neubauer
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Airwasher nimmt letztes Risiko

Die mit Sicherheit beste Entwicklung zur Verringerung der Abdrift und der grundsätzlichen Belastung zur Aussaat ist das Einspritzen eines Sprühnebels in den Abluftkanal. Das Wasser bindet dabei mögliche Staubpartikel und diese rinnen entlang zweier Ausströmkanäle zu Boden. Anschließend wird Erde über die gebundenen Wirkstoffteilchen geschüttet, sodass sie vollständig von der Oberfläche verschwinden. Durch das hohe spezifische Gewicht der Wassertropfen fällt das Risiko einer Verdriftung, auch bei höherer Windgeschwindigkeit praktisch weg. Innovative Bauern haben sich bereits heuer solche, von uns in Risikogebieten empfohlenen Umrüstgeräte aufbauen lassen. Zusätzlich sollten auch Bienenstöcke in unmittelbarer Nähe dazu auf Auffälligkeiten kontrolliert werden.
15.05.2013
Autor:Peter Klug
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