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Düngung zu Körnerleguminosen

Keine Stickstoffdüngung zu Körnerleguminosen. Eine gute Bodenstruktur und hohe pH-Werte sind wichtige Voraussetzungen für gute Erträge.
Bei Teilnahme an Bio oder UBAG ist eine Stickstoffdüngung zu Körnerleguminosen nicht erlaubt. © DI Franz Xaver Hölzl
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Bei Teilnahme an Bio oder UBAG ist eine Stickstoffdüngung zu Körnerleguminosen nicht erlaubt. © DI Franz Xaver Hölzl
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Bei Teilnahme an Bio oder UBAG ist eine Stickstoffdüngung zu Körnerleguminosen nicht erlaubt. © DI Franz Xaver Hölzl
Bei Teilnahme an Bio oder UBAG ist eine Stickstoffdüngung zu Körnerleguminosen nicht erlaubt. © DI Franz Xaver Hölzl
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Keine N-Düngung im ÖPUL 2007 zu Körnerleguminosen

Zu Sojabohne, Körnererbse und Ackerbohne ist eine Stickstoffdüngung bei Teilnahme an den Maßnahmen UBAG und Bio im ÖPUL-Programm nicht zulässig. Dies gilt sowohl für die Anwendung von Mineraldünger als auch für Wirtschaftsdünger und Kompost.
 
Wird nach einem Umbruch von Grünbrache oder Wechselwiese eine Leguminose angebaut, so ist dies zulässig. Denn bei Kulturen mit Düngewert 0 stellt das Wirksamwerden einer eventuellen Vorfruchtwirkung und der damit verbundene Düngeeffekt keinen Verstoß dar. Aus pflanzenbaulicher Sicht ist bei einem Umbruch jedoch der Anbau einer Folgefrucht mit entsprechendem N-Entzug, wie z.B. Mais, zu empfehlen.
 
Wird eine N-Düngung zu einer nicht genutzten Zwischenfrucht (z.B. Senf, Phacelia, Ölrettich, ...) durchgeführt, so ist dieser Stickstoff in jahreswirksamer Form der folgenden Hauptkultur anzurechnen. Aus diesem Grund ist der Anbau einer Körnerleguminose nach einer gedüngten, nicht genutzten Zwischenfrucht nicht zulässig.
 
Pro Hektar Ackerbohne und Körnererbse sind der Folgefrucht 20 kg Vorfruchtwirkung durch die Stickstoffbindung anzurechnen. Bei Sojabohnen ist dies nicht der Fall. In den Berechnungsunterlagen zur Umsetzung der Düngungsvorgaben im ÖPUL 2007 ist dies sowohl bei den betriebsbezogenen als auch bei den schlagbezogenen Dokumentationsverpflichtungen zu beachten. Der LK-Düngerrechner, das kostenlose EDV-Programm der Landwirtschaftskammern, unterstützt bei der Erfüllung der Aufzeichnungsverpflichtungen.

N-Obergrenzen gemäß Cross Compliance

Gemäß Aktionsprogramm 2012 (Cross Compliance) ist eine Stickstoffobergrenze von max. 60 kg N/ha für Leguminosen festgelegt. In den Richtlinien für die sachgerechte Düngung des Fachbeirates für Bodenfruchtbarkeit und Bodenschutz wird bis zu max. 60 kg N jahreswirksam beim Anbau von Körnererbse, Ackerbohne und Sojabohne nur bei unbeimpftem Saatgut, bei mangelhaftem Knöllchenbesatz oder bei erstmaligem Anbau empfohlen.

Phosphor- und Kaliumdüngung nur, wenn unbedingt erforderlich

Eine Phosphor- und Kalidüngung (P/K) mit Mineraldüngern ist bei Teilnahme an der ÖPUL 2007-Maßnahme UBAG zulässig, aber oft nicht notwendig. Erfahrungen und Versuche zeigen, dass bei viehhaltenden Betrieben beim Anbau von Körnerleguminosen auf eine mineralische P- und K-Düngung verzichtet werden kann. Dies trifft auch auf viele viehlose Betriebe zu. 
 
Bei Kenntnis der Bodenversorgung (Bodenuntersuchung) kann mit größerer Sicherheit auf P- und K-Mineraldünger verzichtet werden.
Wird jedoch eine mineralische P- und K-Düngung als unbedingt notwendig erachtet, so werden gemäß der 6. Auflage der Richtlinien für die sachgerechte Düngung folgende Empfehlungen gegeben.
© DI Franz Xaver Hölzl
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© DI Franz Xaver Hölzl
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Ist die Nährstoffversorgung aufgrund vorliegender Bodenuntersuchungsergebnisse bekannt, so sollten die in der Tabelle empfohlenen Werte korrigiert werden:

  • Gehaltsstufe A (sehr niedrige Versorgung): 50% Zuschlag
  • Gehaltsstufe B (niedrige Versorgung): 25% Zuschlag
  • Gehaltsstufe C (ausreichende Versorgung): siehe Tabelle, Anpassung nach Ertragslage
  • Gehaltsstufe D (hohe Versorgung): grundsätzlich keine mineralische Düngung
  • Gehaltsstufe E (sehr hohe Versorgung): grundsätzlich keine weitere Nährstoffzufuhr

Achtung - P-Mindeststandard

Sobald Phosphor-Mineraldünger eingesetzt wird, ist darauf zu achten, dass im Betriebsschnitt der P2O5-Bedarf der Kulturen größer ist als der P2O5-Einsatz aus der Summe aus Wirtschaftsdüngern und Mineraldüngern (negatives Saldo). Mit dem LK-Düngerrechner wird bei der N-Berechnung der P-Mindeststandard automatisch miterfasst.

Leguminosen brauchen gute Bodenstruktur

Leguminosen haben hohe Ansprüche an einen gut durchlüfteten Boden und damit eine gute Bodenstruktur. Um Stickstoff durch die Knöllchenbakterien binden zu können, muss ein reger Austausch zwischen Boden und Luft stattfinden können. Besonders Erbsen reagieren empfindlich auf einen verschmierten Boden. Wichtiger als die Saatzeit ist ein gutes Saatbett. Achtung: Nur auf gut abgetrocknetem Boden anbauen!
 
Eine Kalkung fördert die Bodenstruktur und ist zu empfehlen. Es werden auch Kalke mit Schwefel am Markt angeboten. Diese können sinnvoll eingesetzt werden. Leguminosen können zwar Luftstickstoff binden, sind aber auf eine Schwefel-Versorgung aus dem Boden angewiesen. Wird mineralisch P/K gedüngt, so enthalten auch diese Dünger meist Schwefel.

Fruchtfolge

Körnerleguminosen sind gute Vorfrüchte (Wurzelmasse, N-Bindung durch Knöllchenbakterien). In der Fruchtfolge sollten jedoch Anbaupausen von zumindest vier Jahren eingehalten werden.
Links zum Thema
  • LK-Düngerrechner - ein kostenloses EDV-Programm der Landwirtschaftskammern
20.03.2013
Autor:DI Franz Xaver Hölzl
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