Über diese Einigung sind Imker und Maisbauern sehr froh. Vergangene Woche hat Präsident Gerhard Wlodkowski den neuen Koexistenzfonds vorgestellt. Er wurde gemeinsam mit der Imkervertretung aus der Taufe gehoben und zielt auf einen umfassenden Bienen- und Insektenschutz ab. Dadurch wird die Produktion von gesunden und regionalen Lebensmitteln abgesichert.
Der Koexistenzfonds hilft rasch und unbürokratisch, wenn beispielsweise Imker einen Bienenschaden durch den Einsatz von insektiziden Beizmitteln erleiden. Gespeist wird dieser neue Fonds durch einen Zusatzbeitrag der Maisbauern beim Kauf von Saatgut.
Imker und Maisbauern für gesunde Bienen
Gesunde Bienen sind den steirischen Bauern ein großes Anliegen. Jetzt wurde ein Koexistenzfonds geschaffen, um Bienenschäden rasch und unbürokratisch zu ersetzen.
Kammer informiert über Alternativen
Zusätzlich informiert die Landwirtschaftskammer die Ackerbauern umfassend über Alternativen zu Mais und einen reduzierten Pflanzenschutz. Damit wird sichergestellt, dass möglichst wenig Mais mit Spezialbeize angebaut wird. Heuer konnte der Beizmittelverbrauch in der Steiermark schon halbiert werden. Ein völliger Verzicht dieses Wirkstoffes ist aufgrund des hohen Maisanteiles nicht möglich. Wegen der starken Verbreitung des Maiswurzelbohrers und seiner Gefährlichkeit muss wirksam bekämpft werden.
Untersuchung möglicher Bienenschäden kostenlos
Das Programm "Melissa" ermöglicht weiterhin, dass Verdachtsfälle von Bienenschäden kostenlos untersucht werden. Heuer hat es trotz Trockenheit und starkem Wind beim Anbau der 71.820 Hektar Mais nur wenige Verdachtsfälle auf Bienenschäden gegeben. Auch der Österreichische Imkerbund begrüßt den Koexistenzfonds und die weiteren Anstrengungen zum Schutz der Bienen.
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