Rund um den Haushalt sind viele Aufgaben angesiedelt
Der Haushalt als Wirtschaftsbereich: Haushalte wirtschaften mit Geld, Zeit, Arbeitskraft, Gütern und mit der Umwelt. Haushalten heißt auch einen sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen wie Wasser und Energie zu pflegen - unser Lebensstil muss zukunftsfähig sein. Auch der richtige Umgang mit Geld will gelernt sein.
Der Haushalt als Versorgungsbereich: Physische, psychische, soziale und kulturelle Bedürfnisse der Menschen werden im Haushalt gesichert. Hier werden Kenntnisse und Fertigkeiten, vor allem aber auch Einstellungen vermittelt. Sehr häufig bestimmt allein der Preis den Wert der verwendeten Lebensmittel. Frische, Saisonalität, Regionalität sowie kürzere Transportwege unserer heimischen Lebensmittel spielen in einer Gesellschaft, wo "Geiz ist geil" teilweise bereits eine Grundeinstellung geworden ist, eine untergeordnete Rolle. Das damit auch die Absicherung zahlreicher unserer Arbeitsplätze verbunden ist, wird dabei häufig übersehen. Regionale und saisonale Ernährung erfordert Wissen um Lebensmittel, um ihre Herkunft und um die Möglichkeit der Verarbeitung. Traditionelles Wissen in den Familien verschwindet und damit die Möglichkeit des informellen Lernens in diesem Bereich.
Der Haushalt als Ort des Zusammenlebens: Wir leben in einer Zeit, in der sich unser Leben in der Gesellschaft und in der Familie grundlegend verändert hat bzw. noch immer verändert. In allen Gesellschaften organisieren Menschen ihr Zusammenleben in kleineren, überschaubaren Einheiten. Haushalte sind Orte des Zusammenlebens, Rückzugs- und Erholungsbereiche. Für Kinder sind Haushalte Lebensräume, in denen sie Geborgenheit, Sicherheit und persönliche Nähe erfahren. Hier lernen wir die richtige Kommunikation, die Konfliktbewältigung und die Kooperationsbereitschaft. Im Haushalt finden ältere Menschen Geborgenheit, haben das Gefühl gebraucht zu werden.