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Evelyne Kohlmaier (34) ist Mutter von drei Söhnen (6 bis 14 Jahre) und bewirtschaftet mit ihrem Lebensgefährten einen Vollerwerbsbetrieb in Kremsbrücke. Die Betriebsschwerpunkte sind Milchwirtschaft und Fleckviehzucht.
Petra Leitner (37) ist Mutter von vier Mädchen (7 bis 12 Jahre) und bewirtschaftet mit ihrem Mann einen Vollerwerbsbetrieb in Weitensfeld im Gurktal. Die Betriebsschwerpunkte sind der Forst und die Milchwirtschaft.
Welchen Stellenwert hat Ihrer Meinung nach die Führung eines Haushaltes am bäuerlichen Betrieb?
Kohlmaier: „Meiner Meinung nach hat die Führung eines Haushaltes am bäuerlichen Betrieb einen sehr hohen Stellenwert. In meinem Fall ist das so, dass wir uns die Arbeit teilen, ob das in der Landwirtschaft oder im Haushalt ist. Bei uns in der Familie muss jeder mithelfen, auch im Haushalt, und ich finde, das sollte man seinen Kindern auch vorleben. Der Haushalt eines bäuerlichen Betriebes ist das Aushängeschild für alle Familienmitglieder und natürlich auch des Betriebes.
Meine persönliche Erfahrung ist, wenn die ganze Familie im Haushalt mithilft, wie das auch in der Landwirtschaft ist, hat die Hausarbeit einfach einen höheren Stellenwert, weil alle wissen, wie viel Zeit und Energie dafür investiert werden muss.“
Leitner: „Ich glaube, dass der Stellenwert von Betrieb zu Betrieb verschieden ist. Jeder Betrieb bzw. jede Bäuerin muss wie jede Hausfrau für sich entscheiden, welchen Stellenwert sie der Führung eines Haushaltes einräumen will. Für mich ist es wichtig zu wissen, dass meine Familie gut versorgt ist und dementsprechend hat die Hausarbeit für mich trotz aller zusätzlichen Tätigkeiten auf dem Hof einen hohen Stellenwert.
Aber wie bei allen durch den Beruf doppelt belasteten Hausfrauen kommt der Haushalt in sehr arbeitsintensiven Tagen in der Landwirtschaft auch einmal zu kurz.“
Ist die Hausarbeit für Sie eine Dienstleistung oder ein Liebesdienst?
Kohlmaier: „Die Hausarbeit ist sicherlich manchmal eine Dienstleistung und zum großen Teil ein Liebesdienst. Ich liebe es, wenn mein Mann ohne Aufforderung mir beim Abwasch hilft. Es wäre schön, wenn jede Frau etwas Hilfe im Haushalt genießen könnte. Es macht viel mehr Spaß, zu zweit oder auch mit den Kindern gemeinsam gewisse Tätigkeiten auch im Haushalt zu verrichten.
Kinder sind ab dem zweiten Lebensjahr so hilfsbereit und wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt, lernen es Kinder spielerisch, wie man aufräumt, dass die Schuhe nebeneinander in den Schuhkasten gehören, dass man den Pyjama zusammenlegt und vieles mehr.“
Leitner: „Weder noch. Denn mein Beruf ist Bäuerin und die Hausarbeit ist ein Teil meiner abwechslungsreichen Tätigkeit am Hof.“
Worin unterscheidet sich Ihrer Meinung nach ein städtischer Haushalt von einem bäuerlichen?
Kohlmaier: „Der bäuerliche Haushalt ist mein Arbeitsplatz und der ist zu Hause. Das allein ist schon ein Privileg in der heutigen Zeit. Die Frauen, die in der Stadt leben, kennen dieses schöne Gefühl gar nicht mehr, da ist der Haushalt eine Last.
Im städtischen Haushalt bleibt durch die Berufstätigkeit der Frau sehr wenig oder keine Zeit für das Kochen. Ich hingegen weiß, was meine Kinder essen, wo es herkommt und dass jede Mahlzeit frisch ist. Ich habe mehr Zeit für meine Kinder, bin immer da, wenn sie Probleme haben. Meine Kinder genießen die viele Zuwendung sehr.
Leitner: „Hauptsächlich besteht er aus meiner Sicht in der Größe des Haushaltes und in der Bedeutung der Vorratshaltung. Am Bauernhof leben meistens noch mehrere Generationen unter einem Dach und die Kinderanzahl ist oft höher als bei vielen Familien in der Stadt. Aufgrund dessen ist ein Mehraufwand bei der täglichen Hausarbeit von der Bäuerin zu bewältigen.
Unterstützung seitens ihrer Partner bekommt die Bäuerin kaum, denn traditionellerweise ist Hausarbeit doch eher Sache der Frau. Männer in der Stadt hingegen helfen viel öfter im Haushalt bzw. teilen sich sogar mit ihrer Partnerin die Hausarbeit, vor allem dann, wenn beide berufstätig sind.
Welche Möglichkeiten hat die Bäuerin, die Lebenshaltungskosten zu steuern?
Kohlmaier: „Der Vorteil ist, dass ein bäuerlicher Betrieb viele Grundnahrungsmittel,
z. B. Milch, Fleisch, Gemüse selbst erzeugt und auch verarbeitet. Dadurch hat man im Vergleich zum städtischen Haushalt wesentlich niedrigere Lebenshaltungskosten.“
Leitner: „Wenn eine Bäuerin viele verschiedene Lebensmittel für den Eigengebrauch selbst produziert, kann sie bei den Lebenshaltungskosten sehr viel einsparen. Es muss nicht alles im Supermarkt gekauft werden.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass gewisse Ressourcen am Betrieb wie Garten, Schweine, Milch, Hühner bzw. Möglichkeiten zur Produktion, z. B. Brotbackofen, vorhanden sind. Außerdem lassen sich Familie und Beruf sehr gut am Bauernhof vereinbaren. Die Kinder brauchen zur Betreuung nicht in Krabbelstuben oder in den Kindergarten bzw. Hort gegeben werden.“
Was machen Sie besonders gerne im Haushalt und warum?
Kohlmaier: „Jede Art von Reinigungsarbeiten mache ich gerne, da ich es entspannend finde. Natürlich habe ich es gerne sauber und bei vier Männern ist das nicht immer leicht. Ich koche auch sehr gerne, am liebsten für viele Gäste mit großem Appetit.“
Leitner: „Ich koche und backe sehr gerne für meine Familie. Ein Lob dafür seitens meiner Kinder bzw. meines Mannes spornen mich immer wieder neu an und bestätigen meine geleistete Arbeit. Ich bin gern Bäuerin und verarbeite sehr viele Produkte aus dem eigenen Betrieb bzw. Garten.“
Petra Leitner (37) ist Mutter von vier Mädchen (7 bis 12 Jahre) und bewirtschaftet mit ihrem Mann einen Vollerwerbsbetrieb in Weitensfeld im Gurktal. Die Betriebsschwerpunkte sind der Forst und die Milchwirtschaft.
Welchen Stellenwert hat Ihrer Meinung nach die Führung eines Haushaltes am bäuerlichen Betrieb?
Kohlmaier: „Meiner Meinung nach hat die Führung eines Haushaltes am bäuerlichen Betrieb einen sehr hohen Stellenwert. In meinem Fall ist das so, dass wir uns die Arbeit teilen, ob das in der Landwirtschaft oder im Haushalt ist. Bei uns in der Familie muss jeder mithelfen, auch im Haushalt, und ich finde, das sollte man seinen Kindern auch vorleben. Der Haushalt eines bäuerlichen Betriebes ist das Aushängeschild für alle Familienmitglieder und natürlich auch des Betriebes.
Meine persönliche Erfahrung ist, wenn die ganze Familie im Haushalt mithilft, wie das auch in der Landwirtschaft ist, hat die Hausarbeit einfach einen höheren Stellenwert, weil alle wissen, wie viel Zeit und Energie dafür investiert werden muss.“
Leitner: „Ich glaube, dass der Stellenwert von Betrieb zu Betrieb verschieden ist. Jeder Betrieb bzw. jede Bäuerin muss wie jede Hausfrau für sich entscheiden, welchen Stellenwert sie der Führung eines Haushaltes einräumen will. Für mich ist es wichtig zu wissen, dass meine Familie gut versorgt ist und dementsprechend hat die Hausarbeit für mich trotz aller zusätzlichen Tätigkeiten auf dem Hof einen hohen Stellenwert.
Aber wie bei allen durch den Beruf doppelt belasteten Hausfrauen kommt der Haushalt in sehr arbeitsintensiven Tagen in der Landwirtschaft auch einmal zu kurz.“
Ist die Hausarbeit für Sie eine Dienstleistung oder ein Liebesdienst?
Kohlmaier: „Die Hausarbeit ist sicherlich manchmal eine Dienstleistung und zum großen Teil ein Liebesdienst. Ich liebe es, wenn mein Mann ohne Aufforderung mir beim Abwasch hilft. Es wäre schön, wenn jede Frau etwas Hilfe im Haushalt genießen könnte. Es macht viel mehr Spaß, zu zweit oder auch mit den Kindern gemeinsam gewisse Tätigkeiten auch im Haushalt zu verrichten.
Kinder sind ab dem zweiten Lebensjahr so hilfsbereit und wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt, lernen es Kinder spielerisch, wie man aufräumt, dass die Schuhe nebeneinander in den Schuhkasten gehören, dass man den Pyjama zusammenlegt und vieles mehr.“
Leitner: „Weder noch. Denn mein Beruf ist Bäuerin und die Hausarbeit ist ein Teil meiner abwechslungsreichen Tätigkeit am Hof.“
Worin unterscheidet sich Ihrer Meinung nach ein städtischer Haushalt von einem bäuerlichen?
Kohlmaier: „Der bäuerliche Haushalt ist mein Arbeitsplatz und der ist zu Hause. Das allein ist schon ein Privileg in der heutigen Zeit. Die Frauen, die in der Stadt leben, kennen dieses schöne Gefühl gar nicht mehr, da ist der Haushalt eine Last.
Im städtischen Haushalt bleibt durch die Berufstätigkeit der Frau sehr wenig oder keine Zeit für das Kochen. Ich hingegen weiß, was meine Kinder essen, wo es herkommt und dass jede Mahlzeit frisch ist. Ich habe mehr Zeit für meine Kinder, bin immer da, wenn sie Probleme haben. Meine Kinder genießen die viele Zuwendung sehr.
Leitner: „Hauptsächlich besteht er aus meiner Sicht in der Größe des Haushaltes und in der Bedeutung der Vorratshaltung. Am Bauernhof leben meistens noch mehrere Generationen unter einem Dach und die Kinderanzahl ist oft höher als bei vielen Familien in der Stadt. Aufgrund dessen ist ein Mehraufwand bei der täglichen Hausarbeit von der Bäuerin zu bewältigen.
Unterstützung seitens ihrer Partner bekommt die Bäuerin kaum, denn traditionellerweise ist Hausarbeit doch eher Sache der Frau. Männer in der Stadt hingegen helfen viel öfter im Haushalt bzw. teilen sich sogar mit ihrer Partnerin die Hausarbeit, vor allem dann, wenn beide berufstätig sind.
Welche Möglichkeiten hat die Bäuerin, die Lebenshaltungskosten zu steuern?
Kohlmaier: „Der Vorteil ist, dass ein bäuerlicher Betrieb viele Grundnahrungsmittel,
z. B. Milch, Fleisch, Gemüse selbst erzeugt und auch verarbeitet. Dadurch hat man im Vergleich zum städtischen Haushalt wesentlich niedrigere Lebenshaltungskosten.“
Leitner: „Wenn eine Bäuerin viele verschiedene Lebensmittel für den Eigengebrauch selbst produziert, kann sie bei den Lebenshaltungskosten sehr viel einsparen. Es muss nicht alles im Supermarkt gekauft werden.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass gewisse Ressourcen am Betrieb wie Garten, Schweine, Milch, Hühner bzw. Möglichkeiten zur Produktion, z. B. Brotbackofen, vorhanden sind. Außerdem lassen sich Familie und Beruf sehr gut am Bauernhof vereinbaren. Die Kinder brauchen zur Betreuung nicht in Krabbelstuben oder in den Kindergarten bzw. Hort gegeben werden.“
Was machen Sie besonders gerne im Haushalt und warum?
Kohlmaier: „Jede Art von Reinigungsarbeiten mache ich gerne, da ich es entspannend finde. Natürlich habe ich es gerne sauber und bei vier Männern ist das nicht immer leicht. Ich koche auch sehr gerne, am liebsten für viele Gäste mit großem Appetit.“
Leitner: „Ich koche und backe sehr gerne für meine Familie. Ein Lob dafür seitens meiner Kinder bzw. meines Mannes spornen mich immer wieder neu an und bestätigen meine geleistete Arbeit. Ich bin gern Bäuerin und verarbeite sehr viele Produkte aus dem eigenen Betrieb bzw. Garten.“

