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Harte Zeiten für Milchbauern

Hauptartikel

Milch: Aussichten getrübt, langfristig aber positiv

Kammer fordert Handelsketten auf, Rabatt-Schlachten zu unterlassen. Bevölkerung ist bereit mehr für Milch zu bezahlen, wenn es den Bauern zugute kommt.
Milchsammelwagen © Roman Musch
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Milchsammelwagen © Roman Musch
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Milchsammelwagen © Roman Musch
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Anlässlich des Weltmilchtages (1. Juni) forderte die Landwirtschaftskammer den Lebensmittelhandel auf, Preisschlachten zu unterlassen und die angespannte Marktlage bei Milch nicht auszunützen. In Deutschland wird bereits Trinkmilch vom Handel um 55 Cent pro Liter feilgeboten. Die Sorge ist groß, dass diese Praktiken auch auf Österreich überschwappen könnten. Eine Blitzumfrage der Kammer ergab, dass der Großteil der Bevölkerung (60 Prozent) bereit ist mehr für Milch zu bezahlen, wenn es den Bauern zugute kommt. Dazu Vizepräsident Hans Resch und Milchsprecher Fritz Zöhrer vor Journalisten: „Wir appellieren an den Handel die Marktlage nicht auszunützen und auf Rabattschlachten zu verzichten“. Die Antwort von der Geschäftsführung der Handelskette Spar kam umgehend: „Man habe nichts Derartiges vor“. Nach zufriedenstellenden Erzeugermilchpreisen im vergangenen Jahr sowie in den ersten Monaten 2012, blicken die heimischen Milchbauern jetzt sorgenvoll in die Zukunft. „Weltweit und auch in Österreich ist die Milchproduktion – saisonbedingt und durch die besseren Preise – gestiegen. Das drückt auf die Erzeugerpreise. Wie lange dies anhalten wird, ist ungewiss“, betonte Resch.

Branchenorganisation

Resch verlangte auch eine österreichweite Branchenorganisation, bei der – nach dem Vorbild der forstlichen Plattform FHP – alle Beteiligten der Wertschöpfungskette wichtige Fragen der Milchwirtschaft erörtern können. Ein großes Problem für die Milchbauern sind die steigenden Produktionskosten. „Seit 2005 sind die Preise für die wichtigsten Betriebsmittel – insbesondere für Diesel (+68,5 Prozent) – um 54,8 Prozent gestiegen, während die Erzeugerpreise in diesem Zeitraum nur um bescheidene 20,7 Prozent angezogen haben. Und bei sinkenden Erzeugerpreisen öffnet sich diese Preis-Kostenschere weiter“, warnt Zöhrer. „Um die Kosten zu decken, brauchen die Milchbauern neben den Leistungsabgeltungen für die Landschaftspflege und das Offenhalten der Berggebiete auch entsprechende Erzeugerpreise“, so Zöhrer, der für die neue Periode ab 2014 die Weiterführung der Programme verlangt.
Eine repräsentative Umfrage der Landwirtschaftskammer ergab  dass 78 2 Prozent der Bevölkerung dafür eintritt  dass die EU-Förderprogramme zur Landschaftspflege und Produktion höherwertiger Lebensmittel zumindest gleich bleiben oder ausgebaut werden sollen. © LK-Stmk
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Eine repräsentative Umfrage der Landwirtschaftskammer ergab, dass 78,2 Prozent der Bevölkerung dafür eintritt, dass die EU-Förderprogramme zur Landschaftspflege und Produktion höherwertiger Lebensmittel zumindest gleich bleiben oder ausgebaut werden sollen. © LK-Stmk
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Eine repräsentative Umfrage der Landwirtschaftskammer ergab, dass 78,2 Prozent der Bevölkerung dafür eintritt, dass die EU-Förderprogramme zur Landschaftspflege und Produktion höherwertiger Lebensmittel zumindest gleich bleiben oder ausgebaut werden sollen. © LK-Stmk
Eine repräsentative Umfrage der Landwirtschaftskammer ergab  dass 78 2 Prozent der Bevölkerung dafür eintritt  dass die EU-Förderprogramme zur Landschaftspflege und Produktion höherwertiger Lebensmittel zumindest gleich bleiben oder ausgebaut werden sollen. © LK-Stmk
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Knapp 60 Prozent der Bevölkerung ist bereit mehr für Trinkmilch zu bezahlen  wenn dies den Bauern zugute kommt. © LK-Stmk
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Knapp 60 Prozent der Bevölkerung ist bereit mehr für Trinkmilch zu bezahlen, wenn dies den Bauern zugute kommt. © LK-Stmk
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Knapp 60 Prozent der Bevölkerung ist bereit mehr für Trinkmilch zu bezahlen, wenn dies den Bauern zugute kommt. © LK-Stmk
Knapp 60 Prozent der Bevölkerung ist bereit mehr für Trinkmilch zu bezahlen  wenn dies den Bauern zugute kommt. © LK-Stmk
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Seit 2005 sind die Kosten für die wichtigsten Betriebsmittel um rund 64 Prozent gestiegen  während dieErzeugermilchpreise nur um bescheidene 20 7 Prozent angezogen haben. © LK-Stmk
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Seit 2005 sind die Kosten für die wichtigsten Betriebsmittel um rund 64 Prozent gestiegen, während die Erzeugermilchpreise nur um bescheidene 20,7 Prozent angezogen haben. © LK-Stmk
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Seit 2005 sind die Kosten für die wichtigsten Betriebsmittel um rund 64 Prozent gestiegen, während die Erzeugermilchpreise nur um bescheidene 20,7 Prozent angezogen haben. © LK-Stmk
Seit 2005 sind die Kosten für die wichtigsten Betriebsmittel um rund 64 Prozent gestiegen  während dieErzeugermilchpreise nur um bescheidene 20 7 Prozent angezogen haben. © LK-Stmk
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14.06.2012
Autor:Rosemarie Wilhelm
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