Naturschutzmähgut musste bisher entsorgt werden
Seit 1997 besteht im Bezirk Radkersburg und Feldbach (südoststeirisches Hügelland) ein 15.663 Hektar großes Europaschutzgebiet. Ein wesentliches Ziel ist es, in diesem überwiegenden Ackerbaugebiet Wiesen zu erhalten. Doch das anfallende Mähgut dieser Naturschutzwiesen musste bisher teilweise entsorgt werden. Die Gründe: In dieser Region gibt es zu wenig Rinder und der teils späte Mähzeitpunkt - dieser ist Teil der Bestimmungen - lässt ein Verfüttern des verholzten Heus nicht mehr zu.
Innovative Radkersburger Bauerngruppe löst das Problem
"Mehrere Jahre haben innovative Radkersburger Bauern gemeinsam mit der Forschungsgesellschaft Joanneum Research experimentiert, jetzt haben sie eine sinnvolle Lösung für die Mähgut-Problematik gefunden", freut sich Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski. Aus der ursprünglichen Idee, mit dem Mähgut Heupellets zum Heizen herzustellen, entwickelten sich letztlich zwei viel versprechende Verwertungsmöglichkeiten. Wlodkowski: "Erstens: Die Herstellung von Heupellets als Futter für Schweine und Wild. Und zweitens: Agromix-Pellets zum Heizen, die aus Maisspindeln und verholztem Naturschutzheu bestehen."
Heupellets als Schweinefutter gefragt
"Die Nachfrage nach Heupellets als Schweinefutter steigt spürbar", sagt Günter Weiss, Sprecher der siebenköpfigen Radkersburger Bauerngruppe, die erst 2011 den Verein "Heu und Pellets" gegründet hat. Die Naturschutz-Heupellets können bei der Schweinefütterung die aus dem Ausland eingeführten Rohfaserpellets ersetzen. Zwischen Ende August 2011 und März 2012 wurden 150 Tonnen Heupellets als Schweinefutter erzeugt.
Agromix-Pellets für gewerbliche Heizanlagen
"Ein ideales Heizmaterial sind auch die aus Maisspindeln und verholztem Naturschutzheu hergestellten Agromix-Pellets", so Weiss. Verfeuert werden dürfen die Agromix-Pellets vorerst nur in gewerblichen Biomasseheizanlagen. "Für den Hausbrand (Privatanlagen) muss der innovative Brennstoff erst normiert werden. Daran wird gearbeitet", betont Weiss ferner.
Pelletieranlage selbst gebaut
Hergestellt werden die Heupellets und Agromix-Pellets in einer von der Bauerngruppe selbst gebauten Pelletieranlage. Weiss: "Wir haben diese selbst entwickelt und funktionsfähig gemacht. Innovation ist bei uns groß geschrieben."
Seit 1997 besteht im Bezirk Radkersburg und Feldbach (südoststeirisches Hügelland) ein 15.663 Hektar großes Europaschutzgebiet. Ein wesentliches Ziel ist es, in diesem überwiegenden Ackerbaugebiet Wiesen zu erhalten. Doch das anfallende Mähgut dieser Naturschutzwiesen musste bisher teilweise entsorgt werden. Die Gründe: In dieser Region gibt es zu wenig Rinder und der teils späte Mähzeitpunkt - dieser ist Teil der Bestimmungen - lässt ein Verfüttern des verholzten Heus nicht mehr zu.
Innovative Radkersburger Bauerngruppe löst das Problem
"Mehrere Jahre haben innovative Radkersburger Bauern gemeinsam mit der Forschungsgesellschaft Joanneum Research experimentiert, jetzt haben sie eine sinnvolle Lösung für die Mähgut-Problematik gefunden", freut sich Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski. Aus der ursprünglichen Idee, mit dem Mähgut Heupellets zum Heizen herzustellen, entwickelten sich letztlich zwei viel versprechende Verwertungsmöglichkeiten. Wlodkowski: "Erstens: Die Herstellung von Heupellets als Futter für Schweine und Wild. Und zweitens: Agromix-Pellets zum Heizen, die aus Maisspindeln und verholztem Naturschutzheu bestehen."
Heupellets als Schweinefutter gefragt
"Die Nachfrage nach Heupellets als Schweinefutter steigt spürbar", sagt Günter Weiss, Sprecher der siebenköpfigen Radkersburger Bauerngruppe, die erst 2011 den Verein "Heu und Pellets" gegründet hat. Die Naturschutz-Heupellets können bei der Schweinefütterung die aus dem Ausland eingeführten Rohfaserpellets ersetzen. Zwischen Ende August 2011 und März 2012 wurden 150 Tonnen Heupellets als Schweinefutter erzeugt.
Agromix-Pellets für gewerbliche Heizanlagen
"Ein ideales Heizmaterial sind auch die aus Maisspindeln und verholztem Naturschutzheu hergestellten Agromix-Pellets", so Weiss. Verfeuert werden dürfen die Agromix-Pellets vorerst nur in gewerblichen Biomasseheizanlagen. "Für den Hausbrand (Privatanlagen) muss der innovative Brennstoff erst normiert werden. Daran wird gearbeitet", betont Weiss ferner.
Pelletieranlage selbst gebaut
Hergestellt werden die Heupellets und Agromix-Pellets in einer von der Bauerngruppe selbst gebauten Pelletieranlage. Weiss: "Wir haben diese selbst entwickelt und funktionsfähig gemacht. Innovation ist bei uns groß geschrieben."