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Eier: Bauern und Konsumenten wollen Pflicht-Kennzeichnung für Ei-Produkte und für die Gastronomie

Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski übt scharfe Kritik: Nach wie vor illegale, ausländische Käfig-Eier in Ei-Produkten wie Kuchen, Back- und Teigwaren sowie in der Gastronomie
Eier PK © LK Wilhelm
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Eier PK © LK Wilhelm
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Heuer bieten Lebensmittelgeschäfte erstmals nur Oster-Eier aus heimischer, tierfreundlicher Haltung an
„Bei der tierfreundlichen Haltung von Legehennen und gentechnikfreien Fütterung sind die heimischen Eierbauern Musterschüler in Europa“, unterstreicht Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski und ist froh, „dass auch die Steirerinnen und Steirer sicher sein können, in den Lebensmittelgeschäften nur beste heimische Qualität zu bekommen. Denn neben Frisch-Eiern bietet der Lebensmittelhandel heuer erstmals nur Oster-Eier aus heimischer, tierfreundlicher Herkunft an. Somit ist heimische Qualität im Osternest garantiert.“
 
Scharfe Kritik, weil illegale Käfig-Eier nach wie vor in Ei-Produkten landen und von Gastronomie verwendet werden
Obwohl die Legebatterien in der EU seit 1. Jänner 2012 verboten sind – Österreich ist bereits 2009 ausgestiegen – halten nach wie vor 13 EU-Länder (Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande, Portugal, Bulgarien, Griechenland, Ungarn, Zypern, Lettland, Polen und Rumänien) die Legehennen in herkömmlichen Käfigen. „Diese illegalen Käfig-Eier landen dann häufig in Ei-Produkten wie Kuchen, Back- und Teigwaren sowie in der Gastronomie“, kritisiert Wlodkowski scharf und betont: „Das führt zu Wettbewerbs-Verzerrungen für die heimischen Bauern, deren Umstieg in die Alternativhaltung steinig war. Sie haben rund 60 Millionen Euro in tierfreundliche Haltungssysteme investiert“. In diesem Zusammenhang  appelliert Wlodkowski an die Steirerinnen und Steirer, auf diese versteckten Käfig-Eier zu achten und Ei-Produkte mit heimischer Herkunft (AMA-Gütesiegel) zu bevorzugen.
 
Forderungen der Landwirtschaftskammer
Rund 34 Prozent des Gesamtbedarfs an Eiern bieten die Lebensmittelgeschäfte aus Alternativ-Haltung heimischer Herkunft an, der Rest verteilt sich auf die Gastronomie (40 Prozent), Verarbeitungsindustrie (22 %) und Jausen- sowie Ostereier (4%). Rund 21 Prozent der Eier (mehr als 400 Millionen) werden als Käfig-Eier importiert. Wlodkowski: „Sie werden deshalb importiert, weil die Käufer die billigeren ausländischen Käfig-Eier den heimischen Eiern aus tierfreundlicher Haltung vorziehen“. Daher fordert die Landwirtschaftskammer:
·       Eine Kennzeichnungspflicht von Ei-Produkten im Lebensmittelhandel nach Herkunft und Haltungsform
·       Eine Kennzeichnungspflicht von Eiern in der Gastronomie nach Herkunft und Haltungsform
·       Ein strenges Vorgehen der EU beim eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahren jener Länder, die das Käfigverbot nicht umsetzen.
·       Ein Verbringungsverbot von illegalen ausländischen Käfig-Eiern nach Österreich
 
Brandaktuelle Umfrage: Bevölkerung will Pflicht-Kennzeichnung für  Gastronomie und für Ei-Produkte
„92 Prozent der Bevölkerung will keine illegalen Käfig-Eier in Ei-Produkten und in der Gastronomie. 71 Prozent der Bevölkerung will eine klare Kennzeichnung von Eiern in der Gastronomie und von Lebensmitteln, in denen Eier verarbeitet sind“, zitiert Wlodkowski eine brandaktuelle Umfrage von OEKONSULT. Der Kammerpräsident: „Damit wird die Linie der Landwirtschaftskammer nach einer Pflicht-Kennzeichnung für die Gastronomie und für Lebensmittel mit Ei-Anteil voll bestätigt.
Weitere Umfrage-Ergebnisse: Für knapp 73 Prozent (72,7%) der Österreicherinnen und Österreicher ist es skandalös, dass nach wie vor 13 EU-Länder Legehennen in Käfigen halten und Käfig-Eier vermarkten. Und 90 Prozent der Bevölkerung verlangen, dass dies für die Bauern Wettbewerbsnachteile bringt und umgehend abgestellt werden muss.
 
Steiermark ist Österreichs Eier-Land Nummer 1
Die Steiermark ist mit einem Produktions-Anteil von 37 Prozent das größte Eier-Land Österreichs und war auch Wegweiser in der alternativen Haltung der Legehennen. „Nach fast zwei mageren Jahren – die Eierpreise waren schlecht und das teurere Futter aufgrund der gentechnikfreien Fütterung sowie die gestiegenen Energiekosten konnten nicht umgesetzt werden – sind die Legehennen-Halter derzeit mit den Erlösen zufrieden“, betont Anton Uitz, Obmann der steirischen Geflügelhalter. Und weiter: „Nach diesem Tief und der nicht einfachen Umstellung auf die Alternativ-Haltung schauen wir erstmals optimistisch in die Zukunft, in der Branche herrscht Aufbruch-Stimmung“.
 
Gesundheitlicher Wert
Das Ei konnte sich in den letzten Jahren zunehmend als gesundes, unverzichtbares Lebensmittel positionieren. Das Ei liefert essentielle Fettsäuren, die lebensnotwendig sind und vom Körper selbst nicht aufgebaut werden können. Besonders hervorzuheben sind die Omega-3 Fettsäuren, die insbesondere für Gehirn und Nervensystem wichtig sind. Zusätzlich enthalten Eier zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe und sollten daher auf keinem gesunden Speiseplan fehlen. Das Ei ist:
  • Brain Food wegen des enthaltenen Lecithins, welches das Gehirn in Schwung hält.
  • Beauty Food, wegen des enthaltenen Biotins und Vitamin E, die als Schönheitselexier wirken.
  • Power Food aufgrund seines biologisch hochwertigen Eiweißes, das als idealer Energie-Lieferant dient.
  • Balanced Food wegen seiner vielen Vitamine, die für Ausgeglichenheit und Wohlbefinden sorgen (z.B. Vitamin A stärkt die Sehkraft, Vitamin D fördert die Knochenfestigkeit).
 
Downloads zum Thema
  • eier_umfrage_apr12
  • Eier_Zahlen Fakten Kennzeichnung
  • Eier_Osterier_Tipps
  • Eier_Osterfleisch_Weihkorb_Kren_Eier
03.04.2012
Autor:Rosemarie Wilhelm
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