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Berlakovich gegen Einheits-Prämie

Österreichweit einheitliche Flächenprämie wird der vielfältigen Landwirtschaft nicht gerecht. In Greening-Debatte kommt Bewegung.
Bundesminister Nikolaus Berlakovich © BMLFUW/Rita Newman
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Der Kommissions-Vorschlag zur Gemeinsamen Agrarpolitik 2014 bis 2020 (GAP) sieht ein Regionalmodell vor, nach dem alle Mitgliedsstaaten – nach derzeit noch nicht verhandelten Übergangsfristen – auf nationale oder regional einheitliche Hektarzahlungen umstellen müssen. Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich präsentierte kürzlich anhand von zwei Berechnungsmodellen mögliche Auswirkungen der Neuverteilung von Direktzahlungen (erste Säule) für die österreichische Landwirtschaft. Welches Modell künftig zur Anwendung kommt, muss noch auf nationaler und europäischer Ebene intensivst verhandelt werden.

Einheitliche Prämie wird Österreich nicht gerecht

In diesem Zusammenhang lehnt der Minister eine einheitliche Flächenprämie für ganz Österreich ab. Da aber der Kommissionsvorschlag nur dieses System vorsieht, wird Berlakovich in den Verhandlungen in Brüssel für eine Differenzierung eintreten. Der Minister: „Eine einheitliche Flächenprämie wird den Ansprüchen der vielfältigen Landwirtschaft in Österreich nicht gerecht“. Da auf nationaler Ebene intensive Gespräche anstehen, ist noch offen wie ein derartiges Diffenzierungsmodell aussehen kann, so Berlakovich gegenüber dem agrarischen Informationszentrum.

Bewegung in Greening-Debatte

Bewegung auf Brüsseler Ebene kommt in die Greening-Debatte. So verlangen 15 EU-Staaten den Katalog der neuen Umweltauflagen in der ersten Säule zu erweitern. Aus diesem erweiterten Katalog sollten sich die Landwirte dann drei Maßnahmen aussuchen können, an deren Einhaltung dann 30 Prozent der Direktzahlungen geknüpft werden. In diesem Zusammenhang verlangt Österreich einen gesamtstaatlichen Grünlanderhalt sowie weniger Flächenstilllegung.
11.05.2012
Autor:Rosemarie Wilhelm
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