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Aufforsten mit Weitblick

Baumarten haben im Endbestand unterschiedlichen Platzbedarf. Daher gehört der Standraumbedarf neben ­Wuchsgebiet und Standort zu ­Grundüberlegungen bei der Aufforstung.
Pflanzmethode dem Pflanzmaterial anpassen. © Reh
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Pflanzmethode dem Pflanzmaterial anpassen. © Reh
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Pflanzmethode dem Pflanzmaterial anpassen. © Reh
Pflanzmethode dem Pflanzmaterial anpassen. © Reh
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Die verschiedenen Pflanzmethoden sind grundsätzlich von der Qualität der Pflanzarbeit abhängig. Unsachgemäße oder schlampige Pflanzung führt auch bei Lochpflanzung mit Erdbohrer zu extremen Wurzeldeformationen und zu Stauchungen. Die Arbeitsqualität und Sorgfalt beim Setzen ist ausschlaggebend. Das Pflanzverfahren ist daher an die Wurzelgröße anzupassen und nicht umgekehrt. Je größer die Pflanze, desto sorgfältiger ist der Wurzelschnitt an jeder einzelnen Pflanze durchzuführen.
System der Zellen- und Nestaufforstung bei Laubholz © Krogger/lk-stmk
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System der Zellen- und Nestaufforstung bei Laubholz © Krogger/lk-stmk
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System der Zellen- und Nestaufforstung bei Laubholz © Krogger/lk-stmk
System der Zellen- und Nestaufforstung bei Laubholz © Krogger/lk-stmk
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Pflanzverbände

Der gewählte Pflanzverband ist sowohl für den ökonomischen Erfolg, durch Pflanz-, und Pflegekosten, als auch für die Stabilität und die mögliche Wertentwicklung des zukünftigen Bestandes von größter Bedeutung. Das Einbringen vereinzelter Laubhölzer oder Buntmischungen ist daher ungünstig. Entscheidend ist der Standraumbedarf der jeweiligen Baumart im hiebsreifen Endbestand. Werden bei Nadelbaumarten zwischen 300 und 400 Bäume je Hektar angenommen, so können bei Laubbaumarten nur 70 bis 100 Bäume je Hektar im Endbestand stehen. Der Unterschied zwischen Nester-, und Zellenaufforstung liegt in der Anzahl der Reservisten. Bei Buche und Eiche werden mehr Pflanzen benötigt, um eine ausreichende Anzahl qualitativ hochwertiger Bäume auswählen zu können. Als Grundbestand oder Füllholzbestand werden Linde, Hainbuche oder Schwarzerle im Verband 2,5 mal 2,5 gesetzt. In diesen Grundbestand werden im gedachten Endab- stand (alle zehn Meter) die Nester-, oder Zellen gepflanzt. Dabei kann auf standörtliche Besonderheiten geachtet werden.

Platzbedarf verschiedener Baumarten

Baumart Pflanzverband in Meter Pflanzenanzahl N/ha Bäume/ha im Endbestand Standraum pro Baum in m²
Fi/Ta 1,4 x 2,8 2.500 300 - 500 25 - 35
Lärche 2,0 x 2,5 2.000 250 - 350 25 - 40
Bu/Ei Nesteraufforstung 1.500 70 - 100 100 - 130
Ah/Es/Ki Zellenaufforstung 500 70 - 100 100 - 130
In Tabellenprogramm öffnen
1 Schritt: Datei auf Festplatte speichern. speichern abbrechen
2 Schritt: In MS Excel öffnen.

Grundsätze

Wer sich bei Aufforstungen an einige Grundsätze hält, hat bessere Erfolgsaussichten. Alles beginnt bei der standortgemäßen Baumartenwahl: Betriebssicherheit und Zuwachspotenzial sind hier entscheidend. Zellen- und Nesteraufforstungen im Endbaumbestand sind bei teureren Baumarten günstiger. Sorgfalt bei der Pflanzung ist oberstes Gebot: Pflanzenqualität, sorgsamer Umgang beim Transport und Vermeiden von Wurzeldeformationen. In den ersten 15 Jahren braucht der Jungwuchs intensive Pflege.
06.03.2012
Autor:Josef Krogger
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